Deutschsprachiges „Sommerkino“ 2025: Klassiker und Neuheiten in drei tschechischen Städten

Das Sommerküno

In Prag, Brno / Brünn und Ústí nad Labem werden in diesem Sommer wieder deutschsprachige Filme aus Deutschland, der Schweiz und Österreich gezeigt.

Das Sommerkino“ findet bereits zum elften Mal in Tschechien statt. Karolína Bukovská vom Österreichischen Kulturforum Prag ist eine der Organisatorinnen des Festivals:

Lola rennt | Foto: Das Sommerküno

„Wir veranstalten Open-Air-Vorführungen in ausgewählten Kinos in Prag. In diesem Jahr sind wir aber auch wieder in Brünn. Des Weiteren gibt es eine Vorführung in Ústí nad Labem. Beim Sommerkino werden die besten und beliebtesten Filme des Festivals ‚Das Filmfest‘ gezeigt. Zudem wählen wir auch Filme aus, die zur sommerlichen Atmosphäre passen.“

Ein Streifen, der bereits 2024 beim „Filmfest“ lief, heißt „Veni Vidi Vici“. Die Darstellungsform des Films ist grotesk. Er handelt von Morden, die wahllos vom Milliardär, Investor und Familienvater „Amon Maynard“ begangen werden. Als Zuschauer sieht man Maynard nicht bei der Tat. Allerdings taucht er immer im Bild auf, nachdem jemand erschossen wurde – so zum Beispiel gleich in der allerersten Szene des Films, als ein Rennradfahrer stirbt. Dieser teils düstere Film läuft am Donnerstag im Kino Kinská in Prag.

„Das Leben der Anderen“ wird diesen Mittwoch im Kino Brno-Střed gezeigt. Das Drama über die Bespitzelungs-Machenschaften der Staatssicherheit fängt dort um 21.30 Uhr an.

Und was steht noch auf dem Programm?

Nosferatu,  eine Symphonie des Grauens | Foto: Das Sommerküno

„Das Publikum kann sich auch auf ältere Filme freuen – zum Beispiel den Klassiker ‚Lola rennt‘, Ende Juli in Ústí nad Labem. Wir zeigen aber auch wirkliche Klassiker der deutschen Filmografie wie ‚Nosferatu‘ aus dem Jahr 1921. Es ist ein Stummfilm, aber bei uns läuft er mit Livemusik – und zwar wird er von Vít Janeček am Klavier begleitet. Zudem spielen wir das tragische Drama ‚Jakob der Lügner‘, in dem man den tschechischen Schauspieler Vlastimil Brodský sehen kann“, so Karolína Bukovská.

„Jakob der Lügner“ ist eine Produktion der Tschechoslowakei und der DDR aus dem Jahr 1974, in der auch der Henry Hübchen mitspielt. Er wird am 29. Juli vorgeführt. „Nosferatu“ wird am 16. Juli im Kino Kinská präsentiert.

Am 22. Juli folgt in der Pragovka Gallery die Komödie „Moskau Einfach!“. Sie handelt von einem Schweizer Polizisten, der im Herbst 1989 eine Theatergruppe infiltriert. Er will herausfinden, ob es unter den Schauspielern solche gibt, die Sympathien für die Sowjetunion hegen. Der Film des Schweizer Regisseurs Micha Lewinsky aus dem Jahr 2020 basiert auf wahren Begebenheiten und ist eine Komödie. In der Pragovka Gallery kann man am 19. August noch eine weitere Komödie sehen, und zwar „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“. In dieser Literaturverfilmung spielt Devid Striesow den Direktor einer psychiatrischen Klinik in Schleswig-Holstein.

Wann wird es endlich wieder so,  wie es nie war | Foto: Das Sommerküno

„Das Sommerkino“ hat bereits im Juni begonnen. Und es scheint beim Publikum auch in diesem Jahr gut anzukommen. Karolína Bukovská:

„Bei der letzten Vorführung in Prag im Kino Klubovna waren fast 140 Personen anwesend. Das finde ich eine wunderbare Zahl – sie zeigt, dass die deutschsprachige Kinematografie große Beliebtheit genießt.“

Die Eintrittspreise für das Sommerkino liegen deutlich unter dem, was man in Deutschland für eine Kinokarte zahlt – und auch unter den hierzulande üblichen Preisen. Maximal fallen 129 Kronen (5,20 Euro) an, in der Pragovka Gallery ist der Eintritt aber sogar kostenlos.

Beim Sommerkino werden alle Filme im deutschen Original mit tschechischen Untertiteln gezeigt. Das vollständige Programm finden Sie unter www.dassommerkino.cz.

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