Die Buschbläser von der Waterkant lieben die böhmische Blasmusik
„Wir waren mal im Urlaub in Ungarn, sind über Tschechien gefahren und sind in Turnov gelandet und haben da ein bisschen Klarinettenmusik gehört. Und dadurch sind wir überhaupt an diese Musik herangekommen…“
…erzählt Heini Elmers, der sich voll und ganz der böhmischen Blasmusik verschrieben hat. Und das ist erstaunlich, denn der Flügelhorn-Bläser kommt fast von der norddeutschen Waterkant, aus Oyten. Elmers und seine niederländische Frau Truus haben zusammen die Blaskapelle „Die Buschbläser“ auf die Beine gestellt. Und zwar schon vor 15 Jahren. Ihre gemeinsame Liebe, das ist die böhmische Blasmusik.
„Die ist auch viel weicher. Man kann das gar nicht mal erklären - aber die ist so schön weich. Man geht drin auf. Und die deutsche Volksmusik, die ist zwar auch gut, aber sie wird doch ein kleines bisschen – bilde ich mir ein – härter gespielt. Mit mehr Wum-Tata kann man sagen.“
Böhmen liegt also doch eigentlich am Meer, wie ja auch schon Shakespeare seinerzeit behauptet hat. Und darum haben sich die norddeutschen Buschbläser auch eine Patenkapelle im nordböhmischen Turnov gesucht. Und die kommt auch regelmäßig nach Oyten zu Besuch. Und dann wird aufgespielt. Die Buschbläser treten aber auch immer wieder sogar in Böhmen auf.
„Es sind ja fast alles Volkslieder, die böhmische Musik, und alle Zuschauer singen mit. Und wenn die dann mitsingen, da kriegt man Gänsehaut beim spielen - wenn man diese Polka oder Walzer spielt.“
Die Gänsehaut, die bekommen Heini und Truus Elmers auch wieder am kommenden Wochenende. Da treten die Liebhaber der weichen böhmischen Töne auf dem 15. internationalen Blasmusikfestival im südböhmischen Soběslav auf. Da fehlt eigentlich nur noch, dass die Böhmen zum Schifferklavier greifen und ein kräftiges Ahoj anstimmen.







