Ein Viertel weniger tschechische Firmen an ausländische Investoren verkauft

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Unternehmer aus dem Ausland haben im vergangenen Jahr insgesamt 2556 tschechische Firmen gekauft. Das bedeutete einen Einbruch um ein Viertel gegenüber 2019, wie die Unternehmensberater von Bisnode A Dun & Bradstreet Company mitteilten.

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Demnach investierten am häufigsten Ukrainer (692 Akquisen) in tschechische Firmen, gefolgt von Slowaken (497). In deutlichem Abstand blieben Ungarn (148), Russen (125), Rumänen (122) und Polen (119).

„Der Markt mit Unternehmensverkäufen ist im vergangenen Jahr, entsprechend der konjunkturellen Entwicklung, fast eingefroren. Die wichtigsten Gründe waren die erschwerten Bedingungen für Unternehmer, eingeschränkte Reisemöglichkeiten, erhöhte Risiken und unsichere Aussichten. Im Endeffekt haben ausländische Investoren weniger tschechische Firmen gekauft als in irgendeinem anderen der vergangenen sieben Jahre, seitdem wir die entsprechenden Zahlen erheben“, so Bisnode-Analystin Petra Štěpánová.

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Insgesamt 27 Prozent der Akquisen machten Ukrainer. Damit bestätigte sich die Ablösung der Slowaken als investitionsfreudigste Nation in Bezug auf tschechische Firmen. Die Unternehmer aus dem Nachbarland hatten von 2014 bis 2017 in dem Ranking immer vorne gelegen. 2018 wurden sie erstmals von den Ukrainern vom ersten Platz verdrängt. Dennoch bleibe ein Grundsatz weiterhin bestehen, wie Štěpánová sagte: „Tschechische Firmen werden vor allem von Investoren aus jenen Ländern gekauft, mit denen wir geographisch, historisch und wirtschaftlich verbunden sind.“ Demnach befinden sich unter den Top Ten alle Länder der Visegrád-Gruppe sowie Russland, Rumänien und Bulgarien als Staaten des ehemaligen Ostblocks.

Autor: Till Janzer
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