Eishockey-Play-offs: Teams aus Prag und Westböhmen spielen Titel unter sich aus

Pardubice - Plzeň (Foto: ČTK)

In Tschechien zieht es dieser Tage wiederholt Tausende Menschen in die großen Sportarenen des Landes und vor die TV-Bildschirme. Es herrscht wieder Hoch-Zeit, und zwar die Hoch-Zeit im hierzulande sehr populären Eishockeysport, in dem derzeit die Play offs ausgespielt werden.

Pardubice - Plzeň  (Foto: ČTK)
Seit Montagabend steht nun fest, welche vier Mannschaften sich für das Halbfinale zur diesjährigen Eishockeymeisterschaft qualifiziert haben. Es sind die Teams von Energie Karlsbad, Sparta Prag, Lasselsberger Pilsen und Slavia Prag. Karlovy Vary / Karlsbad und Sparta Prag lösten ihre Viertelfinalaufgaben am schnellsten. In den im Modus best of seven ausgetragenen Serien mit Litvínov bzw. Zlín schafften sie die vier Siege, die zum Weiterkommen nötig sind, bereits nach vier bzw. fünf Spielen. Über die volle Distanz von je sieben Partien gingen jedoch die Duelle Pardubice gegen Plzeň / Pilsen und Slavia Prag gegen Vítkovice. Nach dem längsten Spiel der tschechischen Eishockeygeschichte am Sonntag in Pardubice hat Pilsen den Sprung und die Top Four geschafft. In der 87. Spielminute traf Stürmer Martin Adamský zum 4:3-Endstand für die Gäste, die damit auch die Serie mit 4:3 für sich entschieden.

Das gleiche Endergebnis gab es auch in der Serie zwischen Titelverteidiger Slavia Prag und dem HC Vitkovice Steel. Mit dem Unterschied, dass der Außenseiter aus Ostrava / Ostrau nach vier Begegnungen schon mit 3:1 führte. Danach aber warfen die Prager all ihr Können und ihre Cleverness in die Waagschale und schafften tatsächlich noch drei Siege in Folge. Die Nordmähren hingegen zeigten Nerven, als es galt, eine Führung in Spiel fünf und sieben in den noch fehlenden Sieg umzumünzen. Ihr Trainer Alois Hadamczik äußerte nach dem Ausscheiden gegenüber Radio Prag:

Alois Hadamczik  (Foto: ČTK)
„Ich bin traurig über das Ausscheiden, denn die Mannschaft hat sehr gut gespielt und gekämpft. Aber so ist das halt im Sport. Slavia Prag hat in seinem Kader drei Torjäger, von denen jeder in der Vorrunde um die 30 Tore geschossen hat. Das sind Hruška, Červenka und Bednář. Gerade die beiden Letztgenannten waren in der Serie sehr erfolgreich. Sie haben fast jede ihrer Chancen genutzt, und das war der Unterschied zu uns.“

Im Halbfinale treffen nun ab Mittwoch Sparta Prag und Karlsbad sowie ab Freitag Slavia Prag und Pilsen aufeinander. Alois Hadamczik hingegen wird bereits als aussichtsreichster Kandidat für den Trainerposten bei den Kölner Haien gehandelt.

Autor: Lothar Martin
schlüsselwort:
abspielen