Erzeugung von Strom aus Windenergie stieg 2013 um 15 Prozent

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Die Tschechische Republik hat die Stromerzeugung mittels Windkraft im vorigen Jahr um 15 Prozent auf nunmehr 478 Gigawattstunden gesteigert. Der Anteil der Windkraft an der gesamten Stromerzeugung des Landes liegt indes weiterhin bei geringen 0,55 Prozent. Das entspricht der Abdeckung des Strombedarfs für etwa 136.000 Haushalte, gab die Tschechische Gesellschaft für Windenergie (ČSVE) am Freitag bekannt.

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Im vergangenen Jahr hat Tschechien vier neue Projekte in die Stromerzeugung mittels Windkraft eingebracht. Dadurch konnte die Leistung der Windkraftanlagen bis zum Jahresende auf 268 Megawatt erhöht werden. Die Zunahme der Windräder gehe allerdings nur langsam voran, räumt der Vorsitzende der Windenergie-Gesellschaft, Michal Janeček, ein. Im nationalen Förderprogramm sei ein Zuwachs von zirka 45 Megawatt jährlich vorgesehen, so dass die Windkraftanlagen in Tschechien bis zum Jahr 2020 auf eine Leistung von 743 Megawatt kommen sollen. Nach der Entwicklung in den letzten Jahren zu urteilen, lasse sich dieses Ziel jedoch kaum erreichen, sagt Janeček.

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Die Gründe für diese Entwicklung sieht Janeček in den komplizierten Vorschriften, die die Mehrzahl der Kreise hat, die ein Potenzial zur Stromerzeugung mittels Windkraft haben. Diese Vorschriften sorgten in der Regel dafür, dass der Genehmigungsprozess zur Errichtung von Windrädern nur schleppend vonstatten gehe. Dies wiederum beeinträchtige viele Projekte und führe manchmal sogar dazu, dass solch ein Projekt ganz eingestellt werde, ergänzt Janeček.

Nach Angaben der ČSVE ist der Aufkaufpreis für Strom aus Windenergie im letzten Jahr um fünf Prozent gesunken, er liegt jetzt bei 2,12 Kronen je Kilowattstunde. Zum Vergleich: Der Preis von Strom aus Solarenergie beträgt 2,83 Kronen je Kilowattstunde, der von Strom aus Wasserkraft 3,23 Kronen je Kilowattstunde.