Festivaleröffnung: Febiofest zeigt Studentenfilme vom Maidan
Das Prager Multikino Cinestar Anděl wird ab Donnerstag zum Mekka aller Filmfans. Denn alle insgesamt 436 Vorstellungen des internationalen Filmfestivals „Febiofest“ werden dort gezeigt. Die Festivalveranstalter haben wegen der Ereignisse rund um die Halbinsel Krim zudem kurzfristig noch Veränderungen vorgenommen. So steht der Beginn des Festivals auch im Zeichen der Ukraine.
„Ich denke, dass wir darauf aufmerksam machen müssen, was in der Ukraine geschieht. Daher haben wir beschlossen, neben den zwei Filmvorstellungen, mit denen das Febiofest offiziell eröffnet wird, am Donnerstag alle anderen Kinosäle kostenlos zu öffnen. Dort werden Filme aus der Ukraine gezeigt. Wir haben die ukrainische Filmlegende kontaktiert, den Regisseur Michail Iljenko. Er wird gemeinsam mit zwei Studenten nach Prag kommen. Sie haben fast drei Monate lang auf dem Maidan in Kiew gefilmt, bevor sie im Gefängnis landeten. Jetzt sind sie wieder frei, und ihre erste Auslandsreise überhaupt führte nach Prag.“
Beim Febiofest werden insgesamt 141 Filme aus 60 Ländern gezeigt. Mit dem Kristián-Preis für das Lebenswerk werden der polnische Regisseur Andrzej Wajda, der langjährige Leiter der Berlinale, Dieter Kosslick, und der Schauspieler von der Elfenbeinküste, Isaach de Bankolé, ausgezeichnet. Zum siebten Mal in der Festivalgeschichte kämpfen junge europäische Filmregisseure mit ihren Debütwerken um den Grand Prix des Febiofestes. Die Jury des Wettbewerbs ist aus Laien zusammengesetzt, geleitet wird sie jedoch von einem Profi: dem mit einem Oscar ausgezeichneten tschechischen Kostümbildner Theodor Pištěk.
Das Febiofest läuft in Prag bis zum 28. März. Danach wird eine Auswahl aus den Festivalfilmen in allen Kreisstädten Tschechiens und im südmährischen Mikulov / Nikolsburg gezeigt.







