Flugzeuge, Fahrzeuge und öffentlicher Nahverkehr

Foto: MarekV, Wikimedia CC BY-SA 3.0

Wie alle zwei Wochen haben wir für unser Hörerforum auch jetzt wieder in unserer umfangreichen Postmappe geblättert. Hier haben unsere Hörerinnen und Hörer das Wort.

Rudolfinum  (Foto: Kristýna Maková)
Willkommen zu Ihrer Sendung bei Radio Prag, liebe Hörerinnen und Hörer, willkommen zu einer neuen Ausgabe des Hörerforums. Gleich am Anfang möchten wir uns für alle Ihre Briefe, E-Mails, Empfangsberichte sowie Antworten auf die Quizfrage bedanken. Mit der Quizfrage vom Februar möchten wir auch gleich anfangen. Richtig geantwortet haben diejenigen, die uns die Zahl 130 geschrieben haben. Genau vor 130 Jahren wurde das Neorenaissancegebäude des Prager Kulturhauses Rudolfinum feierlich eröffnet. Unter denjenigen, die uns eine richtige Antwort geschickt haben und für ihre Mühe mit einem T-Shirt belohnt werden, ist auch Dieter Trepte. Herzlichen Glückwunsch! Im März haben wir folgende Aufgabe für Sie:

Nennen Sie die Namen der sechs Heiligen, die aus den Böhmischen Ländern stammen!

Falls Sie an unserem Monatsquiz teilnehmen wollen, schreiben sie uns an [email protected].


Und nun zu Ihren Briefen, E-Mails und Fragen. Zunächst möchten wir aus einem Brief zitieren, der Anfang des Jahres von Lutz Winkler aus Schmitten im Taunus kam. Er verspricht, auch im Jahr 2015 Radio Prag weiter zu verfolgen, seine Hörberichte zu schicken und auch den einen oder anderen Gedanken zum Programm niederzuschreiben. Das freut uns besonders. Zum Programm schreibt Herr Winkler:

„Sehr interessant fand ich die Sendung über das tschechische Sandmännchen Večerníček. Dass gerade die Sandmännchen die Wende so überstehen, ist schon ein Phänomen. Im MDR läuft ja immer noch das alte DDR-Sandmännchen, welches ich bei Gelegenheit auch noch schaue. Im Forum Gesellschaft berichteten Sie in der Sendung ‚Wenn es nicht nur ums Geld geht – Bewusster Kapitalismus in Tschechien‘ über eine andere Art von Firmen. Mich hat diese Sendung sehr interessiert, da ich der Meinung bin, dass eine Gesellschaft, die nur immer auf Gewinnmaximierung aus ist, den Menschen vergisst. Und der Mensch ist es schließlich, der Werte schafft. In Deutschland gibt es mittlerweile eine große Anzahl von Unternehmen mit dieser Philosophie. Dies soll auch die qualifizierten Arbeitskräfte anlocken. Familienfreundliche Arbeitszeiten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehen viel mehr im Vordergrund, als ein Karrierestreben. Und wenn sich Unternehmen an diesen Trend nicht anpassen, dann verlieren sie ihre motivierten Arbeitskräfte. Gibt es in Tschechien auch solche Initiativen für familienfreundliche Firmen, bei denen solche Firmen einmal im Jahr ausgezeichnet werden?“

Foto: Archiv Radio Prag
Ja, Herr Winkler, arbeitende Eltern werden auch hierzulande immer mehr gefördert. Das Arbeitsministerium hat zum Beispiel im Februar ein Projekt gestartet, mit dem die unternehmerische Tätigkeit von Frauen nach der Elternzeit unterstützt wird. Ein häufig diskutiertes Thema sind Kindergartenplätze. Seit einigen Jahren werden Kindergärten direkt von Firmen eingerichtet. Diese ist eine wichtige Alternative zu staatlichen Kindergärten, in denen Plätze für Kinder mittlerweile fehlen. Der Verein Aperio, übersetzt „Gesellschaft für gesunde Elternschaft“, initiiert viele Initiativen für „arbeitende Eltern“. Er hat zum Beispiel im Februar eine internationale Konferenz zum Thema „Eltern in der Firma“ veranstaltet. Ein Preis für familienfreundliche Firmen wird hierzulande aber nicht verliehen. Soweit unsere Antwort auf die Frage von Herrn Winkler. Er möchte aber noch etwas Weiteres wissen:

Foto: Filip Jandourek,  Archiv des Tschechischen Rundfunks
„Zum Abschluss habe ich dieses Mal noch eine Frage: Wenn ich am Frankfurter Flughafen vorbeifahre, dann sehe ich immer viele Flugzeuge aus verschiedenen Nationen. Welche Fluggesellschaften gibt es in Tschechien, und welche sind dabei auf das Inland spezialisiert? Welche Bedeutung haben die Fluggesellschaften in Tschechien für den Tourismus und die Wirtschaft?“

Regelmäßige Linienflüge ins Ausland besorgt die traditionsreiche nationale Gesellschaft ČSA – also České aerolinie beziehungsweise Czech Airlines – mit Sitz in Prag. Sie wurde als staatliche Fluggesellschaft 1923 gegründet. Weil die ČSA in den vergangenen Jahren finanziell ins Strudeln gekommen ist, stieg 2013 die Korean Air ein – die Koreaner übernahmen knapp 44 % der Anteile des tschechischen Staates. Die Czech Airlines bedienen mehrere Ziele innerhalb Tschechiens sowie zahlreiche Metropolen in Europa und Asien, beispielsweise Paris, Rom, Moskau, Madrid und Tel Aviv. In Deutschland werden Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg angeflogen.

Foto: MarekV,  Wikimedia CC BY-SA 3.0
Die größte private Fluggesellschaft in Tschechien ist Travel Service, die 1997 gegründet wurde und ihren Sitz auf dem Flughafen in Prag-Ruzyně hat. Sie bietet vor allem Charterflüge an. Außerdem betreibt sie seit 2004 den Billigfluganbieter Smart Wings. Weiter bestehen hierzulande mehrere Charterfluggesellschaften wie etwa Silver Air sowie Van Air Europe. Und mehrere Fluggesellschaften bieten Aerotaxi-Dienstleistungen an, sie erleben einen großen Boom in den letzten Jahren. Sie nutzen nicht nur die großen Flughäfen hierzulande in Prag-Ruzyně, Brünn, Ostrau und Karlsbad, sondern auch einige kleineren Flughäfen. Zu den Anbietern gehören unter anderem ABS Jets, Delta System-Air, Grossmann Jet Service, LR Airlines, Silesia Air und Time Air.


Foto: Oleg Fetisow
Und noch ein Brief zum Thema Verkehr, in diesem Fall zum öffentlichen Nahverkehr in der Hauptstadt Tschechiens. Hans-Joachim Pellin aus Lübz hat uns geschrieben:

„Die Sendung hat mir gut gefallen. Ich war erstaunt, dass in Prag die Preise für den öffentlichen Nahverkehr sinken werden, eigentlich ist es doch wohl überall so, dass die Preise steigen. Aber für den Tourismus ist es bestimmt gut, wenn für den öffentlichen Nahverkehr annehmbare Preise herrschen.“



Foto: Filip Jandourek,  Archiv des Tschechischen Rundfunks
Da sollten wir wohl einige genauere Informationen ergänzen, um nicht Ihre falschen Hoffnungen zu wecken. Die Preissenkung betrifft ausschließlich die Jahreskarte für den öffentlichen Personennahverkehr in Prag. Diese wird ab Anfang Juli dieses Jahres tatsächlich um etwa ein Fünftel billiger als derzeit noch. Auf den Tourismus wird das allerdings schwerlich Auswirkungen haben: Der Preis für die Tagestickets und Einzelfahrkarten bleibt unverändert.

Georg Pleschberger aus Villach bemerkt in seiner Zuschrift:

„Wie immer höre ich Ihre Sendungen gerne. Flott und kompakt moderiert und eigentlich ist alles Wichtige in Ihren Sendungen. Ich wüsste nicht, wie man es in den 25 Minuten besser machen könnte! Nur weiter so!“

Foto: CzechTourism
Vielen Dank für Ihr Lob, Herr Pleschberger. Abschließen wollen wir unsere heutige Sendung mit einem Wunsch von Martina Pohl aus Überlingen:

„Liebe deutsche Redaktion von Radio Prag, anbei sende ich Ihnen einen Empfangsbericht. Ihre neue QSL-Kartenserie ‚Historische Denkmäler‘ gefällt mir ausgesprochen gut. In einer der Briefkastensendungen war zu erfahren, dass sich Programmchef Gerald Schubert nach mehr als zwölf Jahren von Radio Prag verabschiedet und in Wien einer neuen Tätigkeit nachgehen wird. Ich wünsche ihm auf jeden Fall weiterhin alles Gute und einen angenehmen Aufenthalt in der Hauptstadt von Österreich.“


Foto: Danilo Rizzuti,  FreeDigitalPhotos.net
Und das war’s für heute. Wir bedanken uns für alle Zuschriften, bitte schreiben Sie uns weiter. Unsere Adresse lautet: Radio Prag, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik. Und für die elektronische Post: [email protected]. Alles Gute und auf Wiederhören in zwei Wochen!