Getreideernte

Mais - kukuřice (Foto: Archiv Radio Prag)
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Willkommen bei Tschechisch gesagt. Wir wollen den heutigen Sprachkurs mit einer Bauernregel beginnen: Svatá Markéta hodila srp do žita – also: Die heilige Margarethe hat die Sichel in das Roggenfeld geworfen. Auf diese Weise wird seit Jahrhunderten angekündigt, dass die Getreideernte – žně beginnt.

Dreschmaschine - mlátička (Foto: Archiv Radio Prag)
Der Namenstag von Margarethe – Markéta ist hierzulande am 13. Juli. Die Ernte beginnt daher etwa Mitte Juli und endet im August. Daher heißt der August auf Tschechisch: Sichelmonat – srpen.

Früher wurde das Getreide – obilí bei der Ernte mit der Sichel - srp oder Sense – kosa gemäht – sekat. Anschließend musste man die Ähren – klasy zu Garben bündeln – vázat snopy. Jeweils mehrere Garben wurden anschließend auf dem Feld aneinandergelehnt und als Puppe – panák zum weiteren Trocknen und Abreifen aufgestellt. Nachfolgend wurden sie zur Scheune – stodola gebracht und nach weiterer Lagerung ausgedroschen – mlátit. Das geschah entweder von Hand, mit Hilfe eines Dreschflegels – cep oder durch eine Dreschmaschine – mlátička. Heute erfolgt die Getreideernte nicht mehr von Hand, sondern mit Hilfe von Mähdreschern – kombajny. Diese mähen das Getreide, dreschen es, reinigen das ausgedroschene Korn und werfen das Stroh – sláma danach aus.

Gerste - ječmen (Foto: Archiv Radio Prag)
Die gewonnen Körnerfrüchte – zrna werden später in einer Mühle – mlýn zu Mehl – mouka gemahlen – mlít. Die häufigsten Getreidearten sind hierzulande Gerste - ječmen, Roggen - žito, Weizen – pšenice, Hafer – oves und Mais – kukuřice. Auf Wiederhören in einer Woche! Na slyšenou za týden!