Gründungsurkunde des Stifts Vyšší Brod in Ausstellung auf Prager Burg zu sehen

Die Gründungsurkunde des Klosters in Vyšší Brod aus dem 13.

Die Öffentlichkeit kann zum ersten Mal in der Geschichte die Gründungsurkunde des Zisterzienserstifts in Vyšší Brod / Hohenfurth bewundern. Sie wird in der Ausstellung „Vltava slavná & splavná“ (Die Moldau: berühmt und schiffbar) gezeigt, die in der Reitschule der Prager Burg installiert ist.

Kloster in Vyšší Brod | Foto: Leonhard Niederwimmer,  Pixabay,  CC0 1.0 DEED

Die Bedeutung der in lateinischer Sprache verfassten Urkunde aus dem 13. Jahrhundert bestehe unter anderem darin, dass im Dokument der tschechische Name Vltava einige Mal zu lesen sei. Dies teilte der Kurator der Ausstellung, Petr Pavelec, den Medien mit. In der Urkunde wurden seinen Aussagen nach die Grenzen des Stifts mit seinen Besitztümern festgelegt.

Petr Pavelec | Foto: Tomáš Vodňanský,  Tschechischer Rundfunk

Pavelec macht zudem darauf aufmerksam, dass im Text die Rede davon sei, dass die Grenzen des Stifts in Richtung Westen stromaufwärts bis zum Berg ansteigen, der Strašidelník heißt. Der Kurator hält dies für wichtig, weil die Urkunde ansonsten auf Latein verfasst ist, aber es sich beim Namen des Bergs um ein alttschechisches Wort handelt. Zusammen mit dem Strašidelník werde zum ersten Mal in der Geschichte auch die Felsformation Čertova stěna / Teufelswand erwähnt, so Petr Pavelec.

Außer der Originalurkunde aus Vyšší Brod werden in der Ausstellung noch weitere Exponate gezeigt, die mit dem Zisterzienserstift zusammenhängen. Dazu gehört beispielsweise das Barockgemälde „Kloster Hohenfurth und seine Pfarreien“, das von den Legenden über die Gründung des Stifts inspiriert wurde.

Die Originalurkunde ist nur noch bis 14. November in Prag zu sehen. Die Ausstellung über die Moldau läuft hingegen bis 4. Januar 2026.

Autor: Martina Schneibergová | Quelle: ČTK
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