Handelsverbandschef: Tschechien muss neue Märkte jenseits der USA suchen

Donald Trump bei der Pressekonferenz am Mittwoch mit einem Diagramm, das sowohl die Zölle gegen die USA als auch die Zölle zeigt, die die USA jetzt erheben werden.

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind unter der Führung von Präsident Donald Trump kein verlässlicher Handelspartner mehr. Dies glaubt der Chef des tschechischen Verbandes für Handel und Fremdenverkehr, Tomáš Prouza. Er empfiehlt daher den Unternehmern hierzulande, neue Märkte zu suchen – und das auch in Europa.

Am Mittwoch hatte Trump die angekündigten Zollerhöhungen unter anderem auf bestimmte Waren aus der EU für 90 Tage ausgesetzt – worauf die Union mit einem entsprechenden Moratorium antwortete. Trotz dieser positiven Nachrichten befand Prouza:

Tomáš Prouza  | Foto: Jana Přinosilová,  Tschechischer Rundfunk

„Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass es sich um eine rein zufällige Entscheidung handelt und wir nur eine Sicherheit haben: dass die USA für die kommenden vier Jahre kein verlässlicher Partner sein werden. Und wir müssen alles dafür unternehmen, die Handelsbeziehungen mit den USA durch ein verbessertes unternehmerisches Umfeld in der EU zu ersetzen und uns stärker mit weiteren Teilen der Welt zu verbinden.“

Dabei hält der Verbandschef nur den europäischen Markt für ausreichend groß und vermögend, um einen Teil der US-amerikanischen Nachfrage zu absorbieren. Zugleich warnt Prouza vor dem zu erwartenden Druck durch chinesische Online-Händler in der EU – auch als Reaktion auf den Zollkrieg, in den nun die USA und China in Reaktion auf Trumps Entscheidungen geschlittert sind.

Autor: Till Janzer | Quelle: ČTK
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