Hepatitis A in Tschechien: 36 Todesfälle im vergangenen Jahr
Das Staatliche Gesundheitsinstitut (SZÚ) hat am Dienstag die Daten zur Hepatitis-A-Welle in Tschechien für 2025 veröffentlicht.
Im zurückliegenden Jahr sind demnach 36 Menschen in Tschechien an Hepatitis A gestorben. 2024 hatte es nur zwei Todesfälle gegeben. Vergangenen Jahr starben 30 Männer und sechs Frauen, alle im Alter zwischen 35 und 82 Jahren. Die meisten von ihnen litten an einer chronischen Lebererkrankung beziehungsweise zeigten ein riskantes Verhalten wie Drogenkonsum oder Alkoholabhängigkeit.
Im Jahr 2025 gab es in Tschechien insgesamt 3255 Hepatitis-A-Fälle und damit fünfmal so viele wie 2024. Laut dem hiesigen Gesundheitsministerium liegt die Zahl nur 17 Fälle unter dem Rekordwert von 1984. Seit Anfang 2026 wurden bisher elf Erkrankungen gemeldet. Den letzten Informationen des Staatlichen Gesundheitsinstitutes zufolge flacht die derzeitige Hepatitis-A-Welle mittlerweile ab. „Aufgrund der vielen Kontakte während der Feiertage ist jedoch im Januar 2026 noch mit einem Anstieg der Fallzahlen zu rechnen“, so das SZÚ in einem Bericht vom Dienstag. Dennoch gehen Experten davon aus, dass die Hepatitis-A-Epidemie in diesem Jahr abklingt. „Aufgrund der Erfahrungen der Vorjahre ist im Laufe des Jahres 2026 mit einem allmählichen Rückgang der gemeldeten Fälle zu rechnen“, so das zentrale Gesundheitsinstitut.
Infizierte werden für eine Woche ins Krankenhaus eingeliefert, um von der Umgebung isoliert zu sein. Ihren Kontaktpersonen ist zudem der Besuch von Schwimmbädern, Saunen und Fitnessstudios untersagt, Kinder dürfen nicht an Ferienlagern oder Klassenfahrten teilnehmen, ungeimpfte Kontaktpersonen dürfen nicht mit unverpackten Lebensmitteln arbeiten. Die Inkubationszeit der Krankheit beträgt bis zu 50 Tage.
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