„Ich freue mich schon darauf, wieder unkompliziert zu verreisen.“

Im Hörerforum: Probleme der Touristen in Corona-Zeiten, der Freiheitszug aus dem Jahre 1951 und der deutsch-tschechische Jugendaustausch.

Steeplechase „Velká Pardubická“ | Foto: Charlotte Tomešová,  Radio Prague International

Willkommen zum Hörerforum, liebe Hörerinnen und Hörer. Wie gewohnt, fangen wir mit unserem Quiz an. Die neue Preisfrage lautet:

Die Steeplechase „Velká Pardubická“, die immer im Oktober stattfindet, ist eines der schwersten Pferderennen seiner Art in Europa. Wie hieß die bisher einzige Frau, die in Pardubice gewinnen konnte?

Schicken Sie uns die Antwort an cr@radio.cz

Tomáš Enge | Foto: Petra Čechová,  Tschechischer Rundfunk

Im September wollten wir den Namen des Rennfahrers wissen, der vor 20 Jahren als überhaupt erster Tscheche in der Formel 1 antrat. Er hieß Tomáš Enge. In seinem ersten Rennen fuhr Enge auf dem Ring von Monza als Zwölfter ins Ziel.

Unter anderem Lutz Winkler aus Deutschland kannte den richtigen Namen und bekommt einen Sachpreis von uns. Herzlichen Glückwunsch!

85 Jahre Radio Prag International

Und nun zu Ihren Briefen und E-Mails, liebe Hörerinnen und Hörer. Mehrere von Ihnen haben im September auf unsere Sondersendung zum 85. Geburtstag des Auslandssenders des Tschechischen beziehungsweise Tschechoslowakischen Rundfunks vom 31. August reagiert. Zu ihnen gehört auch Hans-Joachim Pellin aus Lübz:

Foto: Khalil Baalbaki,  Tschechischer Rundfunk

„Ich gratuliere zum 85. Geburtstag von Radio Prag. Das Sonderprogramm war sehr kurzweilig und informativ. Den Wünschen der Hörer nach einer eventuellen Direktsendung von Radio Prag, der Wiederkehr des 14-tägigen Hörerforums und dass es noch lange Radio Prag International auf Deutsch gibt, schließe ich mich an. Ich höre Radio Prag – mit einiger Zeit Unterbrechung – schon seit den 1970er Jahren. All die Jahre war ich immer wieder begeistert von Eurer Hörerbetreuung, sei es mal ein Wimpel, eine Sonder-QSL oder auch nur eine kleine Beigabe als Souvenir im Brief mit der, immer wieder sehnsüchtig erwarteten, QSL-Karte. Nebenbei: Ich hätte auch zum 85. Geburtstag jetzt eventuell eine Sonder-QSL oder einen kleinen Wimpel erwartet. Na Ihr wisst schon, was man sich so als Kurzwellenhörer wünscht.“

Danke für Ihren Tipp, Herr Pellin. Wir werden es mit einer Sonder-QSL-Karte wohl zum 90. Geburtstag nachholen.

Siegbert Gerhard hört unsere Sendungen seit mehr als 51 Jahren. Zusammen mit den Glückwünschen hat er uns auch Blumenbilder zum Jubiläum geschickt. Außerdem berichtet er, der Kurzwellenempfang unseres deutschen Programmes über den Shortwave Service (SWS) Kall sei in Frankfurt am Main oft in mittlerer Empfangsqualität und in guter Audioqualität möglich.

„Das ändert sich auf der Kurzwelle von Tag zu Tag. Heute gab es zudem auch viele Senderausfälle in Kall. Vielen herzlichen Dank für Ihre informativen Sendungen in deutscher Sprache und die ausgezeichnete Hörerbetreuung. Gerade in den momentan immer noch schlimmen Corona-Zeiten ist Radio Prag International aktueller und wichtiger denn je für eine zuverlässige, vertrauenswürdige Berichterstattung und Informationen aus und über die Tschechische Republik und die Beziehungen zu den Nachbarländern. Auf Ihre auch im Jahr 2021 sehr gelungenen QSL-Karten freue ich mich sehr.“

Illustrationsfoto: Paul Brennan,  Pixabay,  CC0

Unglaubliche sechs Jahrzehnte – so lange hört Wolfgang Bruch aus Schwarzenbach an der Saale schon Radio Prag International:

„Die Sendung am 31. August anlässlich des 85. Geburtstages von Radio Prag und das Gespräch mit Martina Schneibergová fand ich sehr interessant. Da ich seit 1960/61 Radio Prag höre, glaube ich mich zu erinnern, dass es zwei deutschsprachige Sendungen gab, nämlich eine für Westdeutschland und eine für Österreich. Sicher bin ich mir aber nicht. Außerdem wurde in Italienisch gesendet, und da gab es am Sonntag immer längere Zeit gute Musik. Ferner wurden die Sendungen abends um 21 Uhr in deutscher Sprache (der Sprecher meldete sich oft mit ‚Ihr Jaroslav von Radio Prag‘) auf Mittelwelle wiederholt.“

Soweit die Erinnerungen von Wolfgang Bruch. Wir können bestätigen, dass es früher tatsächlich besondere Sendungen für Österreich gab.

Probleme der Touristen in Corona-Zeiten

Jan Papež | Foto:  ČT24

Ralf Urbanczyk aus Eisleben reagiert in seiner Zuschrift auf ein aktuelles Problem, das mit der Corona-Pandemie zusammenhängt:

„Interessiert hörte ich im gestrigen Tagesecho vom 7. September dem Interview mit dem Vertreter des tschechischen Verbands der Reiseagenturen Jan Papež zu. Er sprach über die Probleme der Touristen mit den – seiner Meinung nach – zu komplizierten Informationen über die Einreisebedingungen in die Tschechische Republik. Damit hat der völlig Recht. Solange sich die Einreisebestimmungen von Tag zu Tag ändern können, die Kosten für Tests und Quarantäne das Reisebudget in ihrer Nichtvorhersehbarkeit explodieren lassen können und viele geplante Aktivitäten dann doch nicht möglich sind, wird sich das auch kaum ändern, befürchte ich. Das gilt jedoch für alle anderen Länder gleichermaßen, denn die machen es nur selten besser. Ich hoffe, dass dieses neuartige Coronavirus, mit der steigenden Immunität unter den Menschen, in den Herkunftsländern der Touristen sowie auch in der Tschechischen Republik selbst als Zielgebiet seinen Schrecken bald wieder verliert. Ich bin da ziemlich optimistisch und freue mich schon darauf, wieder unkompliziert zu verreisen.“

Foto: Tandem

Ralf Urbanczyk äußert sich auch zu mehreren Beiträgen, in denen wir in den vergangenen Wochen und Monaten über das deutsch-tschechische Jugendaustauschprogramm ‚Tandem‘ berichtet haben:

„Ich finde es gut, dass Sie so konsequent an diesem Projekt dranbleiben und regelmäßig darüber informieren. Beim Hören habe ich eine Menge über diese gegenseitigen Berufspraktika für deutsche und tschechische Jugendliche gelernt. Dass ein Austauschprogramm immer eine richtig gute Sache ist, war mir schon vorher klar. Nun weiß ich auch, wo und wie dieses Tandem-Programm konkret tätig wird, und bin vom weiten Feld der Aufgaben und Ziele beeindruckt, besonders wie berufsoffen diese Praktika durch Tandem gefördert werden. Es freut mich, dass dieses Projekt relativ gut durch die Corona-Pandemie gekommen ist. Das ist ja keine Selbstverständlichkeit.“

Am letzten Tag des Sommers hat sich nach längerer Zeit auch Andreas Mücklich aus Berlin gemeldet:

Berlin Ostkreuz | Foto: Peter Zimmermann,  Bundesarchiv,  Bild 183-Z1204-015,  Wikimedia Commons,  CC BY-SA 3.0 DE

„Interessant fand ich wieder die Kapitel aus der tschechischen Geschichte mit dem Beitrag über den Freiheitszug aus dem Jahre 1951. Wenn ich solche Geschichten höre, dann muss ich automatisch an meine Zeit in der DDR denken und kann förmlich nachempfinden, wie es den Menschen ergangen sein muss. Als junger Mann habe ich mir einmal vorgestellt, wie es wäre, wenn die Berliner S-Bahn vom Ostkreuz in der DDR, ohne Halt an der Grenze, zum Westkreuz in Westberlin fahren würde. Das wäre aber damals technisch gar nicht möglich gewesen, da die Schienen an der Grenze gekappt waren. Einen ähnlichen Vorfall gab es aber 1961 auch in der DDR, kurz nach dem Mauerbau, als ein Vorortzug mit gelösten Bremsen nach Westberlin durchgefahren ist. Das Grenzregime wurde danach natürlich sofort verschärft.“

Mit dem Zug in den Westen

Dieter Feltes aus Pyrbaum bedankt sich für die QSL-Karte, die er gleich zu seiner Sammlung hinzugefügt habe, und schreibt:

Schloss Hradec nad Moravicí | Foto: Kankovaa,  Wikimedia Commons,  CC BY-SA 4.0

„Die Geschichte über das Schloss Hradec fand ich sehr interessant. Ich habe mich auch weiter über dieses Schloss im Internet informiert. Es sind schöne Bilder zu sehen. So habe ich auch eines gefunden, das während der Winterzeit mit Schnee aufgenommen wurde. Ein Besuch wäre meiner Meinung nach empfehlenswert.“

Und zum Schluss noch ein Ausschnitt aus einem Kommentar von Reinhard Westphal aus Rostock:

„Wir gehen auch gerne ins Theater und in die Oper, deswegen war der Bericht über die Neuinszenierungen des tschechischen Nationaltheaters sehr interessant. Vor allem wussten die Fragestellungen innerhalb der Interviews als auch die Antworten der Interviewpartner zu gefallen. Explodierende Lebensfreude erlebte man ebenso im Interview Eurer Mitarbeiterin mit einer Schreinerin, die neben dem Abitur auch noch Bauingenieurin geworden ist. Alle Achtung vor einem solchen Weg bis hin zur Schreinerin.“

Illustrationsfoto: Brett Jordan,  Unsplash,  CC0

Er wünsche uns alles erdenklich Gute, viel Freude und Frohsinn, vor allem kein Verzagen, wenn man krank werde, schreibt Herr Westphal abschließend. Seinen Wunsch hat er im Übrigen auch in fehlerlosem Tschechisch noch einmal wiederholt: Přeji vám vše nejlepší, hodně radosti a štěstí a hlavně žádné zoufalství, když onemocníte. Herzlichen Dank dafür!

Und das war’s für heute. Schreiben Sie uns bitte weiter an die Adresse: Radio Prag International – Deutschsprachige Redaktion, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik oder per E-Mail an: deutsch@radio.cz.

schlüsselwort: