Im Briefkasten: Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem Empfang von Radio Prag International?

Sie kommentieren die aktuelle Weltlage, es gibt aber auch Anmerkungen zu den Reisemöglichkeiten zwischen Prag und Dresden oder zum Osterbier aus Pilsen.

Jeden Monat stellen wir Ihnen im Hörerforum eine Quizfrage. Dies ist auch im Mai der Fall:

„In Prag gibt eine ganze Reihe herrlicher Gartenanlagen. Wie heißt der bekannte Barockgarten, der zu den schönsten seiner Art nördlich der Alpen zählt?“

Schicken Sie uns die Antwort an [email protected].

Die richtige Antwort aus dem Vormonat lautet Václav Havel. Eben nach diesem tschechoslowakischen und tschechischen Präsidenten wurde der Prager Flughafen benannt. Dazu kam es im Dezember 2012, ein Jahr nach dem Tod des Politikers. Unter den Gewinnern eines Sachpreises ist auch Heike Hopp aus Deutschland. Herzlichen Glückwunsch!


Und nun zu Ihren Briefen, Zuschriften, Fragen und Kommentaren, liebe Hörerinnen und Hörer.

Andreas Fessler aus Dresden freut sich, dass die Tradition der QSL-Karten bei Radio Prag International auch im Jahr 2025 fortgesetzt wird. Selbst wenn heute die Berichte nicht mehr die Bedeutung hätten wie noch zu Kurzwellen-Zeiten, sei dies aber immer noch eine gute Verbindung zwischen Sender und Hörern, so Herr Fessler. Und weiter berichtet er:

ZUM THEMA

„Gefreut habe ich mich heute über die Nachricht, dass der Prager Václav-Havel-Flughafen umgebaut werden soll. Auch der Bau eines Bahnhofs im Flughafen wurde mal wieder erwähnt. Wie lange redet man darüber schon? Und vor allem, wie lange wird der Bau dauern? Im Gespräch ist ebenso die Zugverbindung Dresden-Prag in einem Tunnel durch die Sächsisch-Böhmische Schweiz. Hoffentlich halten dann diese Züge auch am Prager Flughafen. Ich habe den Flughafen schon oft genutzt. Bisher fahre ich mit Flixbus nach Prag und nehme dann ein Taxi zum Flughafen.“

Von Dresden zum Prager Flughafen

Da müssen wir Sie leider enttäuschen, Herr Fessler. Die geplante Strecke der Hochgeschwindigkeitsbahn soll zu einem Terminal im Norden der tschechischen Hauptstadt führen, der Flughafen liegt abseits davon. Während der Planungen gab es Stimmen – unter anderem die tschechische Wirtschaftskammer hat sich dafür eingesetzt –, dass die Strecke auch über den Flughafen geführt werden sollte. Mehrere vorgeschlagene Varianten wurden geprüft, aktuell wird aber mit dem oben genannten Konzept gerechnet. Über eine Schnellbahn zum Flughafen wird eigentlich seit der Wende diskutiert, und mehrere Möglichkeiten waren im Gespräch. Der aktuelle Plan sieht vor, dass die ersten Züge 2030 zwischen Stadtzentrum und Flughafen fahren.

Auch Dieter Feltes aus Pyrbaum bedankt sich für die Neuigkeiten aus Tschechien. Er schreibt:

„Das Nachbarland interessiert mich immer wieder, zumal wir des Öfteren nach Tschechien fahren. In einer Ihrer Sendungen berichteten Sie über das Osterbier, das bei Ihnen gebraut wird. Erfolgt die Verarbeitung nach dem deutschen Reinheitsgebot? Und von wo bezieht die Brauerei den Hopfen? In meiner Nähe wird Hopfen in geringen Mengen angebaut. Der größere Anbau von Hopfen liegt in der Hallertau, einer Region vor München. Viele Brauereien haben auf Bio umgestellt. Ist dies auch in Tschechien der Fall?“

Bei dem Osterbier handelt es um das übliche Lagerbier aus der Brauerei Pilsner Urquell, besonders ist es vor allem darin, dass es bischöflich gesegnet wird. Die Rezeptur ist seit dem Gründungsjahr der Brauerei 1842 dieselbe, indem das Bier drei klassische Zutaten enthält – also Wasser, Malz und den Saazer Hopfen. Die Zubereitung entspricht daher auch dem deutschen Reinheitsgebot, also der Regelung, dass das Bier nur aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser hergestellt werden soll. Die Tschechische Republik ist nach den Vereinigten Staaten und Deutschland der drittgrößte Hopfenerzeuger der Welt. Auf 5000 Hektar werden jährlich etwa 6000 Tonnen Hopfen produziert. Das Bier in Plzeň / Pilsen wird hauptsächlich aus dem einheimischen Hopfen in Form von Hopfenpellets hergestellt, wobei vor allem die Sorten Sládek und Žatecký poloraný červeňák verwendet werden. Da die Brauerei auch Bierspezialitäten, aromatisierte Biere und weitere Getränke herstellt, für die einige ausländische Sorten besser geeignet sind, kauft es einen kleinen Teil des Hopfens auch im Ausland ein. Das Bio-Bier, also Bier das aus Zutaten hergestellt wird, die nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus angebaut werden, ist kein großes Thema hierzulande.

Foto: Jihočeská centrála cestovního ruchu

Frankfurter Buchmesse 2026

Sehr lange war ein Brief von Thomas Voelkner aus Nackenheim auf dem Weg in unsere Redaktion, er wurde schon im Februar abgeschickt. Unser Hörer bedankt sich darin für den Bericht zum Stand der Vorbereitungen auf den Gastlandauftritt Tschechiens bei der Frankfurter Buchmesse 2026:

„Als langjähriger Besucher der Buchmesse bin ich jedes Jahr auf das jeweilige Gastland gespannt. In Jahren mit gelungenen Gastlandauftritten sorgen diese für eine spezielle Themensetzung, die selbst das gesamte Flair der Messetage beeinflussen kann. Als Leser bin ich gespannt auf die Bücher, die anlässlich der ‚Tschechien-Messe‘ im kommenden Jahr erhältlich sein werden – und als Radiohörer bin ich gespannt auf kommende Beiträge in Ihrem Programm.“

Andreas Mücklich aus Berlin widmet seinen Hörerkommentar der aktuellen Weltlage:

„Seitdem Donald Trump US-Präsident geworden ist, gerät die Welt doch gehörig durcheinander, und vieles, was sich jetzt ändert, ist wohl auf Dauer irreparabel. Ich denke auch, dass der Mix aus Fake-News und reellen Nachrichten ganz bewusst verbreitet wird. Meine Schlussfolgerung in dieser ganzen Situation ist, dass sich Europa zusammenschließen muss und das in jeder Hinsicht, bis zu einer gemeinsamen europäischen Armee. Denn nicht nur Russland hat Ambitionen, sein Territorium zu erweitern, auch China und jetzt ganz offen ebenso die USA haben die Absicht, sich zu vergrößern. Ganz sicher hoffe ich, dass es nicht zu einem Krieg kommt, aber ausschließen kann man es leider nicht mehr. Die baltischen Staaten haben bestimmt nicht umsonst Angst, dass sie bald ein Opfer Russlands werden könnten.“

Auch Franz Schanza aus Schrems hat geschrieben. In seinem Brief schreibt er:

„Der Empfang war sehr gut und störungsfrei. Das Programm war wieder sehr interessant. Besonders gut hat mir der Beitrag über den Einsatz von Drohnen in der Ersten Hilfe gefallen.“

Sendung auf Deutsch auf der RPI-Homepage

Und zum Schluss eine Anmerkung von Andreas Mücklich aus Berlin. Er beschwert sich in seinem Empfangsbericht über die Störungen beim Hören unserer Sendungen. Nach etwa zehn Minuten habe es minutenlange Unterbrechungen gegeben, und mehrere Versuche, die Übertragung fortzusetzen, seien gescheitert, so Herr Mücklich:

„In der Regel baut sich die Internetseite am späten Nachmittag und frühen Abend nur sehr langsam auf. Irgendwann fängt die Sendung an, um dann nach ein paar Minuten immer wieder hängen zu bleiben. Da vergeht einem die Freude, und das ist auch ein Grund, warum ich Radio Prag International so selten höre. Wenn ich da an das Nachbarland im Süden Tschechiens denke, kann ich Radio Slowakei International nur loben. Egal zu welcher Tageszeit ich das deutschsprachige Programm aus Bratislava hören möchte, kann ich das problemlos tun. Wie schön wäre es doch, wenn das bei Radio Prag International auch so wäre, gerade, weil es viele interessante Programme zum Hören gibt. Es wäre schön, wenn es bald besser mit dem ‚Empfang‘ im Internet werden würde.“

Es tut uns leid, Herr Mücklich, dass sie so schlechte Erfahrungen mit dem Hören unserer Sendungen gemacht haben. Wir haben bisher keine ähnlichen Beschwerden erhalten, so dass dies für uns eine neue Information ist. Wir haben die Sendungen der letzten Tage überprüft und hatten keine Probleme mit dem Abspielen. Die jeweils neue Sendung des Tages wird ab 14:30 Uhr ausgestrahlt, und zwar auf der Homepage des Tschechischen Rundfunks https://portal.rozhlas.cz/, auf der die Live-Sendungen (auf Tschechisch: živě) laufen. Ab 15 Uhr beziehungsweise kurz nach 15 Uhr kann man sie auf der Homepage der deutschen Redaktion von Radio Prag International abrufen. Es reicht, oben auf „Sendung auf Deutsch“ mit dem aktuellen Datum zu klicken.

In diesem Zusammenhang möchten wir uns an Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, mit der Bitte wenden: Beschreiben Sie uns bitte Ihre Erfahrungen mit dem Empfang von Radio Prag International und berichten Sie, wenn Sie auf Probleme gestoßen sind.

Schreiben Sie uns bitte weiter an Radio Prag International, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik. Oder per E-Mail an [email protected].

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