Jahr der tschechischen Musik: „Die verkaufte Braut“ von Bedřich Smetana

Die Verkaufte Braut

„Die verkaufte Braut“, auf Tschechisch „Prodaná nevěsta“, ist die bekannteste Oper des tschechischen Komponisten Bedřich Smetana (1824-1884). Sie gilt als tschechische „Nationaloper“, feierte aber auf allen großen Bühnen der Welt Erfolg.

Oper „Die verkaufte Braut“  | Foto: Archiv des Nationalmuseums in Prag

In den böhmischen Ländern wurden zwei große Romantiker geboren: Dvořák und Smetana. Dvořák war eher ein Exporteuer der tschechischen Musik in die Welt hinaus. Smetana war hingegen ein Importeur internationaler Musik, denn er ließ sich von Franz Liszt und Robert Schumann inspirieren und führte deren Musik auch als Dirigent aus. Ebenso mochte er Rossini und Wagner. Leider hat Smetana nicht so viel Orchestermusik geschrieben wie Dvořák. Er komponierte keine neun Symphonien, dafür aber acht Opern. Und die erfolgreichste ist die zweite aus dem Jahr 1866 – „Die verkaufte Braut“.

Diese komische Oper enthält viel Zartgefühl, aber auch Bitterkeit, Nostalgie und auffällige Charaktere, die nicht alle positiv sind. Sondern es kommen da auch kleine Betrügereien vor. Die Ouvertüre zur Oper „Die verkaufte Braut“ ist wundervoll. Spieltechnisch höchst anspruchsvoll, führt sie mit Schwung in die Handlung des Stückes ein. Sie ist häufig auch bei Konzerten zu hören.

Foto: Martina Schneibergová,  Radio Prague International

Die Handlung führt uns in ein böhmisches Dorf im 19. Jahrhundert, in dem Jeník und Mařenka leben, zwei junge Menschen, die sich lieben. Mařenka soll jedoch den Sohn eines reichen Bauern heiraten, bei dem ihr Vater verschuldet ist. Doch das junge Mädchen will ihre Liebe nicht aufgeben und weigert sich, den auserwählten Bräutigam zu ehelichen. Jeník greift nach einer List: Er verzichtet auf Mařenka und verkauft sie für 300 Gulden. Alle sind empört, und Mařenka ist sehr enttäuscht von Jeník, denn niemand kennt Jeníks Familiengeheimnis. Wie es letztlich ausgeht, wollen wir an dieser Stelle aber nicht verraten.

Autoren: Markéta Kachlíková , Lukáš Hurník
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