Kašperské Hory zur historischen Stadt des Pilsener Kreises gekürt
Kašperské Hory – auf Deutsch Bergreichenstein – ist zur historischen Stadt des Jahres 2025 im Kreis Plzeň gewählt worden.
Die mittelalterliche Stadt wird dadurch am 16. April in Prag um den Titel der historischen Stadt Tschechiens kämpfen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Besucher des Böhmerwald-Städtchens mit seinen 1400 Einwohnern beständig gestiegen. Jährlich seien es bestimmt Zehntausende von Besuchern, teilte Bürgermeister Jan Voldřich (Kašperky pro Život) am Donnerstag der Presseagentur ČTK mit.
Ende vergangenen Jahres wurde laut dem Bürgermeister die acht Jahre dauernde Restaurierung des Hauptaltars in der Kapelle der gotischen Margaretenkirche beendet. Die Instandsetzung des Altars kostete fast sechs Millionen Kronen (250.000 Euro). Die Kirche ist in der Sommersaison teilweise geöffnet.
Ein Touristenmagnet ist die Burg Kašperk, die der Stadt gehört. Sie ist eine der meistbesuchten historischen Sehenswürdigkeiten im Kreis Pilsen. Im vergangenen Jahr haben dem Bürgermeister zufolge rund 50.000 Menschen eine Eintrittskarte für eine der Besichtigungstouren auf der Burg gekauft. Wie Voldřich aber betont, wird die Burg jedoch von sehr viel mehr Menschen besucht. Denn der Burghof ist eintrittsfrei. Dort werden auch Souvenirs und Erfrischung verkauft. Kašperk ist vom 1. Mai bis Ende Oktober sowie während der Weihnachts- und Ostertage und zu Neujahr geöffnet. Im Sommer finden Konzerte und Theatervorstellungen auf der Burg statt.
Viele Touristen besuchen auch das historische Haus des Böhmerwaldmuseums in der Stadt, das derzeit modernisiert wird. Im Sommer nutzen viele Menschen den Wanderweg auf den Spuren der Goldgräber. Der acht Kilometer lange Wanderweg beginnt und endet auf dem Marktplatz von Kašperské Hory. Er führt durch das Naturreservat Amaliental, wo im Mittelalter Gold gefördert wurde. In einem der ehemaligen Stollen befindet sich ein seismisches Observatorium.







