Kernkraftwerk Temelin steht kurz vor der Wiederinbetriebnahme

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Der erste Reaktorblock des südböhmischen Kernkraftwerkes Temelin ist nach einer fast einmonatigen Revision, verbunden mit einer Reparatur an der Dampfzuleitung, wieder startklar zur Inbetriebnahme. Dazu benötigen die Betreiber allerdings noch die Zustimmung der Staatlichen Behörde für atomare Sicherheit (SUJB) in Prag. Dazu erklärte der Sprecher der Behörde Pavel Pittermann am Freitag Vormittag gegenüber der Nachrichtenagentur CTK, dass man sich derzeit intensiv über diese Entscheidung berate. Wie Milan Nebesar, der Sprecher des KKW´s, der Nachrichtenagentur CTK gegenüber äußerte, rechne man am Samstag mit der erneuten Inbetriebnahme des ersten Reaktorblocks. Vertreter der österreichischen Zweigstelle der internationalen Umweltschutzorganisation Greenpeace bezeichneten die bevorstehende Wiederinbetriebnahme von Temelin als Provokation. Wegen der nicht genehmigten Einfuhr von Geräten zur Messung radioaktiver Strahlung haben die Behörden in Tschechien Ermittlungen gegen einen 53-jährigen Deutschen aufgenommen. Der Mann soll im Januar zwei dieser Geräte aus Österreich nach Tschechien gebracht und dabei falsche Zollangaben gemacht haben, meldete die Nachrichtenagentur CTK am Freitag. Sie seien später in der Nähe der tschechischen Atomkraftwerke Dukovany und Temelin aufgestellt worden.