KKW Temelin hat den Probebetrieb wieder aufgenommen

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Im umstrittenen südböhmischen Kernkraftwerk Temelin hat der Probelauf nach mehr als fünfwöchiger Unterbrechung wieder begonnen. Wie die Nachrichtenagentur CTK meldete, ist der erste Reaktorblock am Sonntag wieder angefahren worden. Am Vormittag habe der Reaktor 0,5 Prozent seiner Kapazität erreicht, hieß es. Die staatliche Atomaufsichtsbehörde (SUJB) hatte am Freitagabend die Genehmigung zum Anfahren des KKW´s auf bis zu 30 Prozent seiner Gesamtleistung erteilt. Die Reparaturarbeiten an den technischen Mängeln, die zum Abbruch des Testbetriebs geführt hatten, waren erst am vergangenen Dienstag abgeschlossen worden. Als eine Provokation von tschechischer Seite, die die Beziehungen zu Österreich nicht verbessere, ist die Wiedereinleitung der nuklearen Kettenreaktion in Temelin von den österreichischen Atomkraftgegnern bezeichnet worden. Völlig anders reagierte zuletzt die Europäische Kommission. In Brüssel gab man zu verstehen, es habe gut zwei Monate nach der tschechisch- österreichischen Vereinbarung von Melk den Anschein, dass in der Zusammenarbeit zwischen den tschechischen und österreichischen Fachbehörden erste Anzeichen gegenseitigen Vertrauens heranreifen. Die Entblockierung des Energiekapitels durch Österreich bei den Verhandlungen zwischen der EU und der Tschechischen Republik sei eine direkte Konsequenz in Bezug auf die Erfüllung der Vereinbarung von Melk, hieß es.