Letztes Post-Covid-Zentrum in Tschechien schließt

Das Post-Covid-Zentrum in Hradec Králové

Das Fakultätskrankenhaus im ostböhmischen Hradec Králové (FN HK) schließt sein Post-Covid-Zentrum.

Es war die letzte Spezialeinrichtung in Tschechien, die nur Patienten mit dem Post-Covid-Syndrom behandelt hat. Bestellungen würden nur noch bis diesen Freitag, den 30. Mai, entgegengenommen, wie ein Kliniksprecher bereits vor zwei Wochen mitteilte.

Während der Corona-Pandemie hatten die meisten Unikliniken in Tschechien Spezialabteilungen zur Behandlung von Long-Covid-Erkrankungen. Inzwischen sei die Lage stabil, heißt es aus Hradec Králové. „Neue akute Covid-Infektion und typische Post-Covid-Komplikationen treten schon seit längerem nicht mehr auf“, erläutert der Oberarzt der Lungen-Klinik des FN HK, Vladmír Koblížek.

Post-Covid-Zentrum der Uniklinik in Hradec Králové  | Foto: Ondřej Vaňura,  Tschechischer Rundfunk

„Künftige Anfragen zur Behandlung oder Konsultation können Menschen mit dem Verdacht auf Long Covid auf dem üblichen Weg über ihren Hausarzt an das nächste Fakultäts- oder Kreiskrankenhaus richten“, informierte Jiří Vaněk, Sprecher des FN HK. Dank eines breiten Netzes an Spezialisten in ganz Tschechien könnten die Betroffenen somit die Behandlungsmöglichkeiten in ihrer Nähe nutzen, so Vaněk weiter.

Das Post-Covid-Zentrum in Hradec Králové hatte seinen Betrieb im Januar 2021 aufgenommen. Der Kreis war Ende 2020 und Anfang 2021 eine jener Regionen in Tschechien, in denen es die meisten Corona-Fälle gab. Während der Dauer seines Bestehens wurden in dem Spezialzentrum mehr als 6000 Patienten behandelt.

Autor: Daniela Honigmann | Quelle: ČTK
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