Ministerium für regionale Entwicklung unterstützt den Wohnungsaufbau in den überfluteten Regionen

Stadt Decin, Foto:CTK

Nachdem das Wasser gesunken ist, richtet sich die Aufmerksamkeit aller nun auf die Erneuerung des Landes. Einer der brennendsten Punkte ist dabei natürlich das Wohnen, das auch die Priorität des Ministeriums für regionale Entwicklung darstellt. Markéta Maurová berichtet.

Stadt Decin, Foto:CTK
Das Ministerium hat mehrere Konzepte ausgearbeitet. Eins orientiert sich auf die Sicherung der provisorischen Unterkünfte der Betroffenen - in diesem Fall werden Zuschüsse an Gemeinden gewährt. Andererseits und vor allem richten sich die Programme aber auf die Unterstützung eines neuen Wohnungsaufbaus, der zerstörte Häuser und Wohnungen ersetzten soll. Mit konkreten Summen macht uns der Minister für regionale Entwicklung Pavel Nemec vertraut:

"Jeder Benutzer einer Wohnung, die zerstört wurde bzw. bei der ein Abriss angeordnet wurde, erhält die Summe von 150 Tausend Kronen."

150 Tausend Kronen bedeuten ungefähr 5 Tausend Euro. Außerdem kann man um ein günstiges Darlehen in Höhe von 850 Tausend Kronen (d.h. etwa 28 Tausend Euro) ersuchen. Diese Summe, die konkrete Haus- bzw. Wohnungsbenutzer erhalten, wird durch eine Subvention in Höhe von 600 Tausend Kronen (d.h. etwa 20 Tausend Euro) für die jeweiligen Gemeinden ergänzt. Weitere Programme beziehen sich nicht auf den zerstörten, sondern den beschädigten Wohnungsfonds:

"Dort wird das Ministerium 70 % der Baukosten bei der Renovierung decken."

Das Ministerium wird sich auf das bereits existierende "Programm für die Erneuerung des Landes" sowie die EU-Programme SAPARD, ISPA und Phare CBC stützen. Aus diesen Fonds wird nach einer Umstrukturierung insgesamt eine Milliarde Kronen auf die Erneuerung der von Überflutungen zerstörten Wohnungen umgeleitet. Angaben über die Zahl der zerstörten und beschädigten Häuser sollen 7 Tage nach Beendigung des Notzustands dem Ministerium zur Verfügung stehen. Nach den ersten groben Schätzungen, die aus der bisherigen Untersuchung der NGO "SOS-Mensch in Not" ausgehen, werden über 1000 Häuser dem Hochwasser zum Opfer fallen.