Mit freundlichen Glückwünschen zum Nationalfeiertag vom 28. Oktober

Foto: Archiv Radio Prag

Erneut sind zwei Wochen vergangen, es ist also wieder Zeit für unser Hörerforum. Diesmal haben der Nationalfeiertag der Tschechischen Republik am 28. Oktober und unsere Sendungen dazu Sie veranlasst, uns Reaktionen und Meinungen darüber zu schicken.

Willkommen bei Ihrer Sendung auf Radio Prag, willkommen zu einer neuen Ausgabe des Hörerforums. Ein Drittel des Novembers ist vorüber, daher ist es die höchste Zeit, Ihnen eine neue Quizfrage zu stellen. Die Frage lautet:

Wie heißt die Revolution, die 1989 zum Sturz des kommunistischen Regimes in der Tschechoslowakei führte?

Jaroslav Seifert (Foto: Hana Hamplová, CC BY-SA 3.0 Unported)
Schreiben Sie uns Ihre Antworten an cr@radio.cz. Wenn Sie die Frage richtig beantworten und dazu noch das Glück haben, ausgelost zu werden, dann gewinnen Sie bei uns einen Sachpreis, und zwar ein T-Shirt. Der glückliche Gewinner vom Oktober ist Martin Häupler. Er hat uns den richtigen Namen des tschechischen Dichters und hierzulande einzigen Nobelpreisträgers für Literatur geschrieben, wir fragten nach Jaroslav Seifert.

In den nachfolgenden Minuten bekommen nun Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, das Wort. Mehrere Ihrer Briefe und Zuschriften beziehen sich auf unsere Sondersendung am staatlichen Feiertag der Tschechischen Republik, den 28. Oktober. Manche von Ihnen haben ihrem Empfangsbericht auch Gratulationen und Glückwünsche hinzugefügt. Wie zum Beispiel Martina Pohl aus Überlingen:

„Zum Staatsfeiertag möchte ich Sie und Ihre Familien noch nachträglich beglückwünschen.“

Petra Kugler aus Ottenau:

„Bitte bestätigen Sie meinen heutigen Empfangsbericht mit Ihrer QSL-Karte. Vielen Dank im Voraus, mit freundlichen Grüßen aus Ottenau sowie freundlichen Glückwünschen zum Nationalfeiertag vom 28. Oktober, auch von Anna und Bernd Seiser.“

Danke schön an Martina Pohl und alle Genannten in Ottenau. Michael Lindner aus Gera hat uns geschrieben:

„Zum heutigen Nationalfeiertag zur Gründung der Tschechoslowakei 1918 möchte ich Ihnen und allen tschechischen Bürgern im Namen meiner ganzen Familie die herzlichsten Glückwünsche übermitteln. Gleichzeitig ein großes Dankeschön für die hochinteressante Sendung, die zum Nachdenken anregte. Besonders interessant war der Beitrag über die Habsburger Monarchie. Eine Zeit in der tschechischen Geschichte, von der ich nicht besonders viel bis jetzt gehört habe. Ich glaube, dass ich mich in nächster Zeit etwas näher damit beschäftigen werde.“

Hans Joachim Pellin aus Lübz hat festgestellt:

„Ich war positiv überrascht, dass in Tschechien der 96. Jahrestag der Gründung der Tschechoslowakei gefeiert wird. Ich verstehe bis heute nicht, warum sich die Tschechoslowakei in zwei Staaten auflöste, aber es muss für Ihre beiden Völker bestimmt triftige Gründe gegeben haben, und letztendlich lag die Entscheidung bei den Tschechen und Slowaken. Dies meine kurzen Bemerkungen zum Jahrestag der Gründung der Tschechoslowakei.“

Nicht nur kurze Bemerkungen, sondern gleich einen langen Aufsatz hat uns Achim Kissel aus Duisburg aus Anlass des tschechischen Nationalfeiertags geschickt:

Foto: ČT24
„Mit dem Zerfall des Kaiserreichs Österreich-Ungarn war der Traum vieler Völker nach nationaler Unabhängigkeit in Erfüllung gegangen. Aber das Erbe der Vergangenheit blieb auch dem neuen, unabhängigen Staat. Diese Vergangenheit spiegelte sich besonders in der Kunst und Kultur wider. Aus Ihren Beiträgen lernte ich diesmal, dass der Thronfolger und seine Gemahlin, die dem Attentat in Sarajevo zum Opfer fielen, sich Böhmen besonders verbunden fühlten. Es gibt Orte, die an sie erinnern. So besuchte ich bei meinem Aufenthalt in Prag das Technische Museum. Dort war der Eisenbahnsalonwagen zu sehen, mit dem das Thronfolgerpaar 1914 nach Bosnien gereist war. Obwohl ich erst 1952 geboren bin und damit den Ersten Weltkrieg nur aus Büchern und Filmen kenne, löst die Begegnung mit solchen historischen Orten doch Gefühle aus.“

Im Moment stehe in den Medien, so Achim Kissel, das Gedenken an den Ersten Weltkrieg und seine Vorgeschichte im Fokus. Die Dokumentationen zeigten deutlich, dass nicht nur die Soldaten an der Front, sondern auch die Zivilisten sehr gelitten hätten. Und wenn man daran denke, dass die junge Generation von 1914 auch noch die Schrecken des Zweiten Weltkriegs habe miterleben müssen, dann könne unsere Generation doch für die mehr als 60 Jahre Frieden in unseren Ländern zutiefst dankbar sein, unterstreicht Herr Kissel. Des Weiteren schreibt er:

„Vergangene Tage sah ich im Fernsehen einen Bericht von einer Reise entlang der Elbe von der Quelle bis zur deutschen Grenze. Der Reporter machte die Reise teilweise per Fahrrad – eine sehr schöne Art des Reisens, weil man dabei besonders viel sehen kann. Durch solche Fernsehbeiträge, aber vor allem auch durch Ihre Sendungen bekomme ich immer wieder Anregungen, welche Sehenswürdigkeiten ich in Ihrem Land noch besuchen könnte, sofern ich gesund und rüstig bleibe.“

Foto: Archiv Radio Prag
Vielen Dank für Ihre Ausführungen, Herr Kissel. In der heutigen Sendung haben wir uns überwiegend den geschichtlichen Themen gewidmet. Und auch unser nun folgender Aufruf an Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, betrifft ein relativ junges geschichtliches Ereignis. In Europa wird in diesem Herbst an das 25. Jubiläum des politischen Umbruchs in vielen Ländern und an den Fall des Eisernen Vorhangs erinnert. In Tschechien wird man am kommenden Montag, dem 17. November, den Ausbruch der friedlichen Revolution feiern. Haben Sie damals die Ereignisse in der Tschechoslowakei verfolgt? Oder wurden sie vom Geschehen in Ihrem eigenen Land völlig mitgerissen? Waren Sie schon damals Hörerinnen und Hörer von Radio Prag? Erinnern Sie sich an die damalige Berichterstattung unserer Kolleginnen und Kollegen? Schreiben Sie uns bitte Ihre Erinnerungen an jene Zeit, wir werden daraus im Hörerforum gerne zitieren. Und vergessen Sie nicht: Wenn Sie den Namen des Ereignisses hinzufügen, mit dem die Wende hierzulande bezeichnet wird, dann können Sie noch dazu einen Preis in unserem Monatsquiz gewinnen.

Und damit möchten wir uns für heute verabschieden. Bitte schreiben Sie uns auch weiterhin. Unsere Adresse lautet: Radio Prag, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik. Und für die elektronische Post: deutsch@radio.cz. Alles Gute und auf Wiederhören in zwei Wochen!