Mode, Malerei und … Sprachkurse
Viele Kulturinstitutionen schließen für den Sommer oder haben zumindest keine Veranstaltungen im Programm. Ein bisschen anders ist das beim Tschechischen Zentrum in Berlin. Denn zum einen hat es für die kommende Woche Modelabels und Designerinnen aus Tschechien eingeladen, zum anderen wird im Verlauf des Julis dort eine Kunstausstellung eröffnet. Und außerdem sollten sich sprachbegeisterte Menschen vielleicht schon jetzt einmal Gedanken machen, ins Tschechische einzusteigen oder ihre Kenntnisse in der Sprache des Nachbarlands zu erweitern. Zu diesen Themen ein Gespräch mit der Pressesprecherin des Zentrums, Katharina Meyer.
„Es ist die erste wirklich große Präsentation tschechischer Mode bei einer Modemesse in Berlin. Wir haben zwei Sachen geplant. Zum einen gibt es einen tschechischen Stand auf der Fachmesse Premium. Dort zeigen die Labels Kollektionen der Lada Fashion von Lada Vyvialová und Cockerel von Lenka Kohoutová. Das ist fürs Fachpublikum gedacht. Im Tschechischen Zentrum haben wir zudem einen Showroom geplant. Zur Fashion Week ist es fast schon Tradition, dass es diese Showroom Days gibt. Dabei werden in Galerien und anderen Institutionen Räume für junge Designer geöffnet. Wir werden dort insgesamt neun Labels und Designer zeigen. Das sind die Labels Ether, Odivi, Pattern, Stinak, Nastassia Aleinikava und Sofyahats wie auch die drei Designerinnen Hana Frišonsová, Jana Mikešová und Mirka Horká.“
An welchen Tagen findet das genau statt?„Am 7. Juli um 17 Uhr wird der Showroom eröffnet. Er ist dann ab dem 8. bis zum 11. Juli von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Die Fachmesse Premium läuft vom 8. bis zum 10. Juli.“
Am 23. Juli wird bei Ihnen dann die Ausstellung Geo Ego eröffnet. Fünf tschechische Malerinnen und Maler, die gerade frisch von der Uni gekommen sind, präsentieren da ihre Werke. Der Ausstellungstitel deutet bereits auf den Stil hin, können Sie das ein bisschen erläutern…
„Die fünf Malerinnen und Maler sind vom Kurator Milan Mikuláštík ausgesucht worden, weil sie für fünf aktuelle künstlerische Herangehensweisen im Geiste der geometrischen Abstraktion stehen. Das ist wohl das, was Sie meinen. Die fünf Künstler Tomáš Bárta, Vladimír Houdek, Alžběta Říhová, Daniel Vlček und Monika Žáková verbinden aber auch noch weitere Arbeitsweisen. Alle fünf experimentieren mit ihrer Malweise und ihren Maltechniken. Sie haben Interesse an der Geschichte der visuellen Kunst und reflektieren im eigenen Schaffen auch ältere Werke.“
Bis wann wird die Ausstellung zu sehen sein? Und kann man dort problemlos auch im Sommer vorbeikommen?„Wir haben diesen Sommer durchgehend geöffnet. Die Ausstellung ist bis zum 10. Oktober zu sehen. Im September werden wir einige Begleitveranstaltungen zur Ausstellung haben, aber im Sommer ist sozusagen nur die Ausstellung zu sehen. Interessant ist auch, dass die Ausstellung nicht nur die Werke der fünf Künstler zeigt. Sie stellt dem Auszüge aus Büchern der Renaissance- und Barockzeit gegenüber, die sich mit Mathematik und Geometrie beschäftigen. Das sind Bücher aus dem historischen Fonds der Nationalen Technischen Bibliothek in Prag, die auch Partner der Ausstellung ist.“
Auf eine Sache wollen wir auch schon jetzt hinweisen: Ab Herbst bietet das Tschechische Zentrum in Berlin erneut Sprachkurse an. Wahrscheinlich sollte man aber wohl mit der Anmeldung nicht zu lange warten, oder?
„Genau. Man kann sich jetzt schon anmelden. Es steht jedoch noch nicht für alle Kurse fest, wann sie genau stattfinden. Wir werden auf jeden Fall wieder wie bisher circa 13 Kurse auf allen Sprachniveaus anbieten. Es wird auch wieder einen Anfängerkurs geben. Wenn man Interesse hat, kann man sich jetzt schon melden. In der nächsten Zeit wird dann auch der ganze Kursplan veröffentlicht werden.“
Welche Art Kurse hat das Zentrum im Angebot? Ich habe auf Ihren Webseiten gesehen, dass es Standardkurse und Intensivkurse gibt, aber nicht nur…„Die Standardkurse sind die klassischen Abendkurse, die wöchentlich stattfinden. Wir wissen, dass dies für viele Leute aber nicht unbedingt realisierbar ist. Deswegen versuchen wir auch immer, Alternativen anzubieten. Jetzt im Sommer zum Beispiel veranstalten wir Intensivkurse, die jeweils eine Woche dauern. Wir hatten auch schon Wochenendkurse im Programm. Ich denke, sie gibt es im Herbst auch wieder. Diese Kurse werden im Zeitraum von einem bis eineinhalb Monaten am Wochenende unterrichtet, am Freitag und Samstag.“
Vermitteln Sie auch Individualunterricht, oder bieten Sie diesen direkt bei Ihnen an?„Individualunterricht bieten wir auch direkt bei uns mit unseren Sprachlektoren an. Bei ihnen wissen wir auch, dass sie eine gute Qualität garantieren. Dieser Unterricht kann bei uns in den Kursräumen stattfinden.“
Gibt es noch eine Chance, in die Intensivkurse diesen Sommer reinzukommen, oder sind diese schon voll?
„Aufgrund der Zahl der bisher eingegangenen Anmeldungen werden wir jetzt wahrscheinlich nur einen Kurs anbieten, und der ist – soviel ich weiß – schon besetzt. Grundsätzlich gilt bei uns aber immer: Wer Interesse hat, noch in einen unserer Kurs einzusteigen, oder Interesse hätte an einem Kurs im Sprachniveau, das gerade nicht angeboten wird, dann kann er uns immer kontaktieren. Wir versuchen da flexibel zu sein. Wenn wir wissen, dass sich schon mehrere Leute gemeldet haben, dann können wir auf Wünsche eingehen und können auch spontan etwas einrichten.“







