• 02.09.2002

    Die tschechische Fluggesellschaft CSA hat wegen des Hochwassers in der zweiten Augusthälfte um 50% weniger Passagiere als sonst verzeichnet. Der starke Rückgang der Nachfrage wurde nach Worten des CSA-Pressesprechers dadurch verursacht, dass die in Tschechien herrschende Lage im Ausland viel dramatischer geschildert worden sei, als sie es in Wirklichkeit war. Der Fremdenverkehr wird noch eine lange Zeit davon beeinflusst werden, meinte der Sprecher.

  • 01.09.2002

    Der tschechische Präsident Vaclav Havel wird am Montag die Stadt Svihov im Landkreis Plzen besuchen. Diese Stadt wurde in diesem Landkreis von der Hochwasserkatastrophe wahrscheinlich am meisten beschädigt. Von dort wird der Präsident dann in die Gemeinde Metly fahren, wo das Hochwasser ungefähr die Hälfte des Dorfes dem Boden gleichgemacht hat. Dies teilte den Journalisten der Landeshauptmann des Landkreises Plzen Petr Zimmermann mit, der den Präsidenten in Svihov begleiten wird. Präsidentensprecher Spacek zufolge wird Vaclav Havel noch weitere zwei Gemeinden besuchen, die ebenfalls bei den Überschwemmungen schwer beschädigt wurden.

  • 01.09.2002

    Das Denkmal Terezin/Theresienstadt im Bezirk Litomerice wird nach dem Hochwasser am Montag wieder geöffnet. Neben des jüdischen Friedhofs werden alle weiteren Pietätsorte des Denkmals für die Öffentlichkeit geöffnet, sagte der Nachrichtenagentur CTK am Sonntag Marie Svobodova vom Denkmal Terezin. Bei dem Hochwasser im August stand in Terezin Wasser bis 1,5 Meter Höhe und verursachte laut ersten Schätzungen Schäden, die 60 Millionen Kronen übersteigen. Hilfe bei der Beseitigung von Schäden versprach auch der US- amerikanische Botschafter in Tschechien Craig Stapelton, der sich in dieser Angelegenheit an die amerikanische jüdische Gemeinde wenden möchte. Am Dienstag soll ein Vertreter der US-amerikanische Botschaft Trockenanlagen, die sowohl für das Denkmal als auch für die Stadt bestimmt sind, in Terezin übergeben.

  • 01.09.2002

    Die tschechische Regierung werde den vom Hochwasser betroffenen Gemeinden bis zu 70 Prozent der Kosten für die Aktualisierung der Landespläne ersetzten. Der tschechische Premier Vladimir Spidla glaubt, dass diese Maßnahme zur Senkung von Schäden bei weiteren möglichen Überschwemmungen beitragen könnte. In den neuen Landesplänen sollten sich die Erfahrungen mit den Überschwemmungen wiederspiegeln, sagte Premier Spidla am Sonntag in einer Diskussionssendung des Privatfernsehens Prima.

  • 01.09.2002

    Zwei Wochen nach den verheerenden Überschwemmungen in Tschechien ist am Sonntag in Südböhmen erneut die höchste Stufe der Hochwasserwarnung ausgerufen worden. Nach heftigen Regenfällen seien im Raum Budweis zahlreiche Bäche über die Ufer getreten, hätten Bahngleise unterspült und Keller überflutet, sagte ein Behördensprecher. Menschen seien jedoch nicht gefährdet. Mit einer Verschärfung der Lage werde nicht gerechnet.

  • 31.08.2002

    Unter speziellen Sicherheitsmaßnahmen wurde am Samstag die Verlagerung des Chlors im mittelböhmischen Chemiewerk Spolana Neratovice, das bei den Überschwemmungen überflutet wurde, in ein neues Depot beendet. Damit konnte auch die zweite Alarmstufe in der Fabrik wieder aufgehoben werden. Der Nachrichtenagentur CTK sagte dies der Sprecher des Chemiewerks Spolana Jan Martinek. Aus der überfluteten Fabrik sind Hunderte von Kilogramm des Stoffs zum ersten mal am 15. August entwichen, der letzte Fall wurde am 23. August verzeichnet, wenn bei den Reinigungsarbeiten in einem Lager die Leitung durchbrach.

  • 31.08.2002

    Die tschechische Regierung bereitet aufgrund des rapiden Anstiegs der Migration der Roma Änderungen im System der Auszahlung von Sozialhilfen vor. In einer Sendung des Tschechischen Rundfunks sagte dies am Freitag der tschechische Premier Vladimir Spidla. Nur in Großbritannien ist seit April bis Juni die Zahl der Asylanträge tschechischer Staatsbürger im Vergleich zum ersten Quartal sieben mal gestiegen. Das Ziel der Regierung sei, die Migration der Roma, die mehrere Gründe habe, zu unterbinden, sagte Spidla.

  • 30.08.2002

    Unter speziellen Sicherheitsmaßnahmen wurde am Freitag Nachmittag die Verlagerung des Chlors im mittelböhmischen Chemiewerk Spolana Neratovice in ein neues Depot fortgesetzt. Noch sind zwei Tonnen Chlorgas zu verlagern. Die Firma setzt voraus, dass die Verlagerung des verbleibenden Stoffs im Laufe des Samstags beendet wird. Dann wird auch die zweite Stufe des Alarms abberufen. Der Nachrichtenagentur CTK teilte dies am Freitag der Sprecher der Gesellschaft Unipetrol mit, die Spolana führt.

  • 30.08.2002

    Der Prager Oberbürgermeister Igor Nemec hat am Freitag für einige Prager Stadtviertel den Gefahrenzustand ausgerufen. Dieser wird ab dem 1. September in den Bezirken 1, 7 und 8, sowie Radotin, Chuchle, Lipence, Troja, Lysolaje und Modrany gelten. Es sei kein Geheimnis, dass die Stadt in einigen ihrer Viertel mit der Beseitigung der Folgen des Hochwassers Schwierigkeiten hat, sagte nach einer Pressekonferenz der Oberbürgermeister. Der Gefahrenzustand wird den Notstand ersetzen, der für Prag und weitere Landkreise von der Regierung erklärt worden war. Dieser Notstand geht am 31. August um Mitternacht zu Ende. Der Gefahrenzustand soll 20 Tage dauern, beide Maßnahmen unterscheiden sich praktisch nicht voneinander, sagte Igor Nemec.

  • 30.08.2002

    Die größten tschechischen Versicherungsgesellschaften verzeichnen die meisten Schadensmeldungen im Zusammenhang mit den Überschwemmungen in Südböhmen. Weitere stark betroffene Landkreise sind Mittelböhmen und Prag. Die höchsten Geldbeträge werden die Versicherungsgesellschaften wahrscheinlich in Prag auszahlen. Dies erfolgt aus einer Umfrage der Nachrichtenagentur CTK, die am Freitag veröffentlicht wurde.

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