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31.01.2006
Die Regierung hat bei der Privatisierung der Gesellschaft Unipetrol keine grundlegenden Fehler begangen. Zu diesem Schluss kam die vom Abgeordnetenhaus des tschechischen Parlaments eingesetzte Ermittlungskommission. Die Entscheidung des Kabinetts sei, so die Kommission, von niemandem beeinflusst worden und es sei gelungen, Unipetrol zu einem entsprechenden Preis zu verkaufen. Die Bestechungsaffäre um Zdenek Dolezel, dem ehemaligen Kanzleichef des Ministerpräsidenten, hing nicht direkt mit der Privatisierung zusammen, heißt es im Abschlussbericht der Kommission, die den Verkauf von Unipetrol untersuchte. Die Vertreter der ODS lehnen den Bericht der Kommission jedoch ab.
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31.01.2006
Die sozialdemokratische Abgeordnetenfraktion im tschechischen Parlament wird auch weiterhin von Michal Hasek geleitet. Die sozialdemokratischen Abgeordneten haben ihn am Dienstag zum Vorsitzenden der Fraktion gewählt. Hasek leitete die Fraktion bislang als erster Vizechef seit Mitte Januar, nachdem der damalige Fraktionschef Michal Kraus wegen der so genannten "Kakao-Affäre" zurückgetreten war. Hasek erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur CTK, er plane keine Änderungen in der Fraktionsarbeit. Er sagte, er werde sich auf die Durchsetzung der Gesetze konzentrieren, die für die Sozialdemokraten von tragender Bedeutung seien. Die Sozialdemokraten bemühen sich im Unterhaus unter anderem darum, das Arbeitsgesetz und das Gesetz über Krankenhäuser als Non-Profit-Organisationen durchzusetzen.
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31.01.2006
Mehrere Verwandte der zwei tschechischen Bürger, die den bisherigen Informationen zufolge am vergangenen Samstag beim Einsturz der Ausstellungshalle im polnischen Kattowitz ums Leben kamen, sind am Dienstag nach Kattowitz gekommen, um die Verunglückten zu identifizieren. Unter den 62 offiziell bestätigten Opfern des Unglücks wurden drei Tschechen genannt. Einen der Verunglückten haben seine Verwandten bereits identifiziert.
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31.01.2006
Zumindest noch einige Wochen im Februar wird der Sender BBC die Nachrichten auch weiterhin in tschechischer Sprache senden. Das gab die tschechische Redaktion des Senders auf ihren Webseiten bekannt. Publizistische Sendungen in Tschechisch werden seit dem Weihnachten nicht mehr ausgestrahlt. Über die Einstellung der Sendungen in tschechischer Sprache und die Auflösung der tschechischen Redaktion hatte die Leitung des BBC World Service bereits im Herbst vergangenen Jahres entschieden.
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31.01.2006
Papst Benedikt XVI. wird im September dieses Jahres nicht nach Tschechien kommen. Das teilte die Tschechische Bischofskonferenz am Dienstag mit. Erste Informationen über den eventuellen Besuch des Papstes in Tschechien tauchten im Dezember vergangenen Jahres im Zusammenhang mit der geplanten Reise des Papstes nach Bayern auf.
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31.01.2006
Das Österreichische Kulturforum in Prag hat am Dienstag die Wanderausstellung "Mozart in Wien" eröffnet. Die Ausstellung, die bis 7. März in Prag zu sehen sein wird, informiert über das Leben des Komponisten in Wien, über seine Freunde und Mäzenen. Die Ausstellung wird während dieses Jahres auch in weiteren tschechischen Städten gezeigt.
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31.01.2006
Die klassische VHS-Videokassette ist auch in Tschechien auf dem Rückmarsch, der Siegeszug der DVD hat sich im vergangenen Jahr eindeutig bestätigt. In der Tschechischen und der Slowakischen Republik zusammen gingen 2005 mehr als 2,6 Millionen DVDs über den Ladentisch, der Verkauf von VHS-Kassetten sank auf unter 970.000 Stück. Im Jahr zuvor war dieses Verhältnis noch nahezu ausgeglichen gewesen. Auch die Anzahl der Haushalte mit DVD-Playern stieg im selben Zeitraum von 15 auf 28 Prozent.
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30.01.2006
Die Wahl zum tschechischen Abgeordnetenhaus wird voraussichtlich am 2. und 3. Juni dieses Jahres stattfinden. Diesen Termin hat am Montag Staatspräsident Vaclav Klaus bekannt gegeben und Premierminister Jiri Paroubek zur Gegenzeichnung vorgelegt. Wenn Paroubek den Termin bestätigt, dann müssen die Parteien ihre Kandidatenlisten bis spätestens 28. März bei der Wahlbehörde einreichen. In Tschechien wird traditionell immer freitags und samstags gewählt.
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30.01.2006
Die tschechischen Apotheker sind am Montag in einen dreistündigen Warnstreik getreten. Etwa 90 Prozent aller Apotheken schlossen sich dem Protest gegen die Politik von Gesundheitsminister David Rath an. Man wolle mit dem Streik darauf hinweisen, dass die rigiden Maßnahmen Raths ein Viertel aller Apotheken bedrohen würden, sagte der Präsident der Tschechischen Apothekerkammer, Lubomir Chudoba. Der Protest richtete sich insbesondere gegen die Senkung der Gewinnmargen für Medikamente von 32 auf 29 Prozent, die Rath ab Januar eingeführt hat. Bereits vergangene Woche hatten die Apotheker in Prag gegen die Senkung ihrer Gewinnspanne demonstriert. Der Gesundheitsminister spricht von einem "Protest von Millionären". Die Apothekerkammer hat weitere Protestmaßnahmen angekündigt.
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30.01.2006
Die tschechische Polizei hat im Zusammenhang mit dem Unfall in der Chemiefabrik Draslovka Ermittlungen eingeleitet. Gegenstand der Untersuchung ist derzeit die Frage, ob und bei wem in dem Fall eine eventuelle strafrechtliche Verantwortung liegt. Der Direktor der tschechischen Umweltinspektion, Jan Slanec, hatte zuvor gemeint, es handle sich bei der Unglücksursache offenbar um eine Verkettung von mehreren Fällen menschlicher Nachlässigkeit. Am 9. Januar war aus dem Werk im mittelböhmischen Kolin Klärschlamm mit Zyanid in die Elbe gelangt und hatte dort ein Fischsterben ausgelöst.
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