Nationalbank korrigiert Wirtschaftserwartungen nach unten

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Die Tschechische Nationalbank rechnet für 2014 wie auch für das kommende Jahr mit einem geringeren Wirtschaftswachstum als ursprünglich angenommen. Wie Nationalbankchef Miroslav Singer auf einer Pressekonferenz am Mittwoch mitteilte, gehen die Nationalbanker von einem Wachstum von 2,5 Prozent für das Jahr 2014 aus, genauso hoch soll es auch im kommenden Jahr liegen. Singer bestätigte zudem erneut, dass die Nationalbank mit den Deviseninterventionen auf dem Währungsmarkt bis 2016 fortfahren werde.

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Der Bankrat habe in der derzeitigen Situation erneut festgestellt, dass der eingeschlagene Kurs als Mittel der Währungspolitik nicht vor 2016 beendet werde, so Singer weiter. Gemäß der aktuellen Prognose soll der Wechselkurs bei 27 Kronen zu einem Euro gehalten und die Intervention bis ins erste Quartal 2016 fortgeführt werden.

Hinsichtlich der Inflationsrate rechnet die Nationalbank mit einem graduellen weiteren Anstieg. Allerdings wird den neuen zufolge das Inflationsziel von zwei Prozent erst im Jahr 2016 erreicht, nicht bereits im kommenden Jahr. Im ersten Quartal 2014 werden demnach 1,5 Prozent, im ersten Quartal 2016 2,1 Prozent erwartet.

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Im Juni hatte die Nationalbank für 2014 noch von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes auf 2,9 Prozent gesprochen, für 2015 war ein Wachstum von drei Prozent in Aussicht gestellt worden. Die korrigierten Prognosen der Nationalbank liegen nun nahe bei den Erwartungen der Europäischen Kommission, die ebenfalls in dieser Woche bekannt gegeben wurden. Laut Kommission wächst das Bruttoinlandsprodukt in Tschechien in diesem Jahr um 2,5 Prozent, im kommenden Jahr um 2,7 Prozent. Das tschechische Finanzministerium geht für 2014 nur noch von einem Wachstum um 2,4 Prozent aus und erwartet für die beiden kommenden Jahre einen Wert von 2,5 Prozent.