Tschechische Wirtschaft 2021 um 3,3 Prozent angewachsen

Die tschechische Wirtschaft hat im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent zugelegt. Im vierten Quartal 2021 wurde im Jahresvergleich ein Wachstum von 3,6 Prozent verzeichnet.

Diese zuvor als Schätzung veröffentlichten Zahlen hat das tschechische Statistikamt (ČSÚ) am Donnerstag durch genauer belegte Angaben bestätigt. Leicht angeglichen wurde der Zuwachs im Vierteljahresvergleich, der vom dritten auf das vierte Quartal 2021 letztlich 0,8 Prozent statt der zuvor geschätzten 0,9 Prozent betrug.

Radomír Jáč | Foto: ČT24

„Der Ausblick für die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr ist von extremen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine geprägt. Die Kombination dieser Ungewissheit und der wiederholten Lieferprobleme für die Industrieproduktion wird das Wirtschaftswachstum in Tschechien abschwächen. Großen Einfluss wird dabei auch die hohe Inflation und deren negative Folgen für die finanzielle Ausstattung der Privathaushalte haben“, erläutert der Chefökonom von Generali Investments CEE, Radomír Jáč. Nach seiner Einschätzung ist 2022 mit einem Anstieg der hiesigen Wirtschaftsleistung von nur einem Prozent zu rechnen.

Die Bilanz des vergangenen Jahres von 3,3 Prozent ist das beste Ergebnis seit 2017. Damals legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sogar um 5,4 Prozent zu. Im ersten Corona-Jahr 2020 ging der Jahreswert um 5,8 Prozent zurück, was den größten Einbruch in der Geschichte der eigenständigen Tschechischen Republik darstellte.

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Die Durchschnittssumme des monetären und nicht-monetären Einkommens der tschechischen Privathaushalte stieg 2021 um 5,1 Prozent an. Wie das ČSÚ weiter mitteilt, verringerte sich die Sparquote im Jahresvergleich leicht auf 20,1 Prozent.