Echte Romantik: Prager Nationaltheater führt Bournonvilles Ballett auf
Wie sah die Ballettkunst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus? Davon können sich die Tanzfreunde nun auch im Prager Nationaltheater eine Vorstellung machen. Unter dem Titel „La Sylphide / Napoli“ führt das Ballettensemble zwei Werke vom namhaften dänischen Choreografen August Bournonville auf. Das ausverkaufte Nationaltheater belohnte die Künstler bei der Premiere mit einem lang andauernden Beifall.
„Ich glaube, dass es individuell ist, was für einen Zugang man bei der bestimmten Inszenierung wählt. Mein Wunsch ist es, eine Inszenierung mit Originalstil zu schaffen, die lebendig sein muss. Das Publikum soll darin etwas Gegenwärtiges entdecken können, sonst würden wir riskieren, dass wir ein Museumsstück aufführen. Und das wollen wir nicht.“
Das Ballett „La Sylphide“ wird in Prag gemeinsam mit dem dritten Akt aus einem weiteren populären Stück von Bournonville aufgeführt – dem lustigen Ballett „Napoli“. Der Ausschnitt aus diesem Werk ergänzt Frank Andersen zufolge in einem Tanzabend passend die dramatische Sylphidengeschichte. Das Prager Publikum verstand die Vorstellung sehr gut, meinte der Ballettdirektor aus Kopenhagen. Bei der Zusammenarbeit mit den Tänzern konzentrierte sich Frank Andersen auch auf kleinste Details und Gesten:"Es war ein spannender Entwicklungsprozess, den ich erlebte. Für viele der Tänzerinnen und Tänzer war es eine große Herausforderung. Ich komme bestimmt wieder nach Prag. Im Oktober möchte ich hier ein Bournonville-Seminar vorbereiten. Die Interessenten können dabei mehr über den Stil dieses Choreografen lernen. Dies habe ich mir mit meinen Mitarbeitern fest vorgenommen.“







