Platz in Prag soll nach Karel Gott benannt werden

Ivana Gottová

Der Stadtteilrat des fünften Prager Stadtbezirks hat sich für die Umbenennung eines Platzes nach dem verstorbenen Sänger Karel Gott ausgesprochen. Der Vorschlag zur neuen Namensgebung stammt von dessen Frau Ivana.

Wie eine Sprecherin des Stadtbezirks am Montag der Presseagentur ČTK mitteilte, soll sich der „Náměstíčko Karla Gotta“ (deutsch etwa: Karel-Gott-Plätzchen) künftig an der Kreuzung der Straßen U Mrázovky, U Blaženky und Nad Bertramkou befinden. Gott lebte von 1974 bis zu seinem Tod im Jahr 2019 in einer Villa in der Nähe.

„Der Stadtrat von Prag 5 hat den Vorschlag unterstützt. Das Anliegen wurde nun an die Magistratskommission für topographische Angaben weitergereicht“, teilte Stadtteilbürgermeister Lukáš Herold (Wahlbündnis Spolu) mit. Ihm zufolge habe die entscheidende Kommission vorab bereits grünes Licht signalisiert.

Lukáš Herold | Foto: Klára Škodová,  Tschechischer Rundfunk

Herold verwies darauf, dass Gott mehr als 40 Jahre in dem Stadtteil lebte. „Ich denke, es ist von daher logisch, dass wir sein Andenken ehren wollen. Den kleinen Platz umzubenennen, der sich in der Nähe seines Wohnortes befindet, halte ich für einen behutsamen und sinnvollen Schritt“, so der Politiker.

Den Vorschlag zur Umbenennung einer Straße oder eines Platzes kann in Prag jeder einreichen. Anschließend entscheidet der Stadtteilrat darüber. Wenn dann noch die zuständige Magistratskommission zustimmt, wird über den Vorschlag im Stadtrat der tschechischen Hauptstadt verhandelt. Die geltenden Gesetze schreiben dabei vor, dass eine Straße nicht nach einer lebenden Person benannt sein darf.

Karel Gott | Foto: Martin Kubica,  Supraphon

Karel Gott wurde 1939 in Plzeň / Pilsen geboren und war eine Legende der tschechischen Popmusik. Der Sänger starb am 1. Oktober 2019. Vor der Beisetzung im Prager Veitsdom wurde der Sarg im Žofín-Palais aufgebahrt, wo rund 49.000 Fans von ihrem Idol Abschied nahmen. Im ehemaligen Wohnhaus in der Straße Nad Bertramkou soll in diesem Jahr ein Museum über die „Goldene Stimme aus Prag“ eröffnen.

Autor: Ferdinand Hauser | Quelle: ČTK

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