Eigene Gärten in Tschechien: Quelle der Freude, Gesundheit und Selbstversorgung

Gartenarbeit ist in der tschechischen Gesellschaft ein Phänomen, das sich ungebrochener Liebe erfreut.

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Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Tschechiens arbeitet regelmäßig im eigenen Garten. Dies geht aus einer Studie des Kulturwissenschaftlers Jan Vávra vom Nationalen Institut für die Erforschung der sozioökonomischen Auswirkungen von Krankheiten und systemischen Risiken (SYRI) hervor. In der jüngsten Altersgruppe trifft dies auf 53 Prozent der Menschen mit Garten zu, in der mittleren Altersgruppe sind es 60 Prozent und in der ältesten 65 Prozent. Sie pflegen am häufigsten Gärten bei ihren Einfamilienhäusern, weit verbreitet sind aber auch Kleingartenanlagen, Gärten bei Ferienhäusern, bei Verwandten oder auf Balkonen. In den Städten gibt es immer mehr Gemeinschaftsgärten.

Gemeinschaftsgarten in Kotlaska | Foto: Thomas Perocheau,  Radio Prague International

Die Daten zeigen, dass dieses Hobby nicht nur Freude bereitet, sondern auch konkrete Vorteile für Gesundheit und Lebensqualität mit sich bringt. So trägt das Gärtnern erheblich zur Selbstversorgung der Haushalte bei. Die Kleingärtner bauen etwa ein Viertel des Obstes und Gemüses, das sie verzehren, selbst an. Dies erhöht die Verfügbarkeit gesunder Lebensmittel und fördert den häufigeren Verzehr von Obst und Gemüse. Die Studie zeigt auch, dass Gärtner mehr Zeit im Freien verbringen, was zu einer besseren körperlichen und psychischen Gesundheit beiträgt.

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Zu den Hauptmotiven für das Gärtnern gehören die Freude am Anbau, die Möglichkeit, sich mit frischen und gesunden Lebensmitteln zu versorgen, sowie finanzielle Einsparungen. Vávra zufolge gehören Letztgenannte „zu den relativ häufigen Gründen für das Gärtnern, vor allem bei der jüngsten Generation“.

Die Studie bestätigt laut den Forschern, dass Gartenarbeit nachweislich positive Auswirkungen auf Gesundheit, Sozialleben und Wirtschaft hat und die Menschen widerstandsfähiger macht. Die Autoren der Untersuchung empfehlen daher, den Anbau von Lebensmitteln zu Hause in nationale, regionale und lokale Strategien für Lebensmittelpolitik, öffentliche Gesundheit, Umwelt und Raumplanung einzubeziehen.

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