Orte und Landschaften: Tereza Richtrová kreiert ihre eigenen Volkslieder

Tereza Richtrová

Tradition muss nicht alt oder gar tot sein. Tereza Richtrová zum Beispiel schreibt ihre ganz eigenen Volkslieder. Das sind einfühlsame musikalische Bilder jener Orte und Landschaften, die für die Künstlerin eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielen.

Foto: Indies Scope

Es sind die kleinen Dinge, die so viel Zauber haben. Darüber und über die Magie der Natur singt Tereza Richtrová auf ihrem Debütalbum „Místa/Krajina“ (Orte/Landschaft). 1982 in Brno / Brünn geboren, wurde die Künstlerin vor allem als Schauspielerin an den Nationaltheatern Mährens bekannt. Und beim öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen (ČT) moderierte sie mehrere Jahre lang die Morgensendung. In ihrer freien Zeit schrieb Richtrová zudem über Jahre hinweg Texte, die heute ein Zeitraffer ergeben zu jenen Orten, die der Künstlerin in ihrem Leben wichtig sind.

Martin Kyšperský | Foto: Tomáš Vodňanský,  Tschechischer Rundfunk

Martin Kyšperský von der Band Květy hat Richtrová geholfen, ihre Texte in Lieder umzuwandeln. Die Stücke sind deutlich hörbar in der Volksliedtradition verwurzelt. Diese wurde Richtrová schon in ihrer Kindheit nahegebracht, denn ihr Vater lehrte am Konservatorium. Später studierte sie nicht nur Schauspiel, sondern auch Gesang, und diesen praktizierte sie sowohl am Theater und in Musicals, als auch in einer Folkpunk-Band.

Inzwischen klingt Richtrovás Musik wesentlich sanfter. Vor zwei Jahren, also mit 42, sei es für sie an der Zeit gewesen, die tagebuchartigen Niederschriften von einst aus der Schublade zu holen und endlich ein erstes Album aufzunehmen, sagt die Sängerin. „Místa/Krajina“ bilde mit seinen 13 Songs eine Art Landkarte all ihrer bevorzugten Fleckchen Erde, der persönlichen Beziehungen und der Wege, die sie immer wieder an bestimmte Orte zurückführten.

Autor: Daniela Honigmann | Quelle: Indies Scope
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