Partnergemeinden aus Westböhmen und Bayern organisieren Drachenbootrennen
Am Samstag, 7. Juni, findet ein deutsch-tschechisches Drachenbootrennen am Perlsee bei Waldmünchen in Bayern statt. Martina Schneibergová hat mit einer der Mitveranstalterinnen, Zuzana Langpaulová, gesprochen.
Frau Langpaulová, am Samstag findet das Drachenbootrennen statt, das von der Gemeinde Klenčí pod Čerchovem und der bayerischen Stadt Waldmünchen organisiert wird. Sie gehören zu den Mitveranstaltern vom Aktionsverein Domažlicko. Wie ist die Idee zu dem Rennen entstanden?
„Die Idee entstand vor vier Jahren – in Domažlice, beziehungsweise in Babylon. Der Gedanke war und ist, dieses Rennen abwechselnd in Tschechien und in Deutschland zu veranstalten. Der erste Jahrgang fand am Babylon-See statt, der zweite am Silbersee bei Treffelstein und Tiefenbach, der dritte voriges Jahr wieder in Babylon. Und dieses Jahr wird das Rennen nun am Perlsee ausgetragen.“
Warum gerade Drachenboote und nicht andere übliche Boote?
„Drachenboote sind mittlerweile sehr populär geworden, auch in Tschechien. Es kam ein entsprechendes Angebot an die Stadt Domažlice. Und dann fanden sich ein paar Begeisterte, die diesen Gedanken verfolgten. Inzwischen gibt es mehrere Mannschaften, die an den Rennen teilnehmen. Und immer ist es eine sehr schöne Veranstaltung.“
Wer nimmt in diesem Jahr teil? Und wie viele Boote werden insgesamt dabei sein?
„Am Samstag gibt es 14 oder eventuell auch 15 Boote, die teilnehmen. Das ist die ideale Anzahl, weil immer drei Boote in einem Rennen fahren können. Sieben Boote kommen aus Deutschland, sieben aus Tschechien und vielleicht gibt es auch eine gemischte Mannschaft.“
Vertreten die Teams in den Booten die einzelnen Gemeinden?
„Ja, am Samstag sind es Mannschaften, die immer aus einer Gemeinde kommen. Es handelt sich bis auf Ausnahmen um Orte aus dem Kooperationsgebiet rund um Domažlice, Waldmünchen und Furth im Wald. Auf der tschechischen Seite der Grenze gibt es zudem zwei Aktionsbündnisse. Und bei diesen Bündnissen melden sich die Teilnehmer an und bilden eigene Teams.“
Müssen die Teilnehmer vorher trainieren?
„Ja, das ist schon notwendig. Es reicht aber ein vielleicht zehnminütiges Training. Das Fahren sieht ja ganz einfach aus, aber es wichtig, synchron zu rudern. Die Mannschaften drehen deshalb immer vor der ersten Fahrt eine kleine Trainingsrunde.“
Wie groß ist das Interesse seitens der Teilnehmer? Mussten Sie jemandem absagen?
„Zum Glück mussten wir noch niemandem absagen. Manchmal kommt es stattdessen vor, dass die Gemeinden zunächst bekannt geben, sie seien an dem Rennen interessiert. Dann gelingt es ihnen aber nicht, 18 Leute an dem Termin zusammenzutrommeln. Denn es ist Juni, und es gibt schon zahlreiche andere Veranstaltungen.“
Planen Sie im Rahmen der Kooperation mit Bayern weitere Veranstaltungen?
„Momentan arbeiten wir an keinen weiteren Projekten. Wir haben schon Ideen, die sind allerdings erst in der Startphase, und darauf möchte ich jetzt nicht ausführlicher eingehen. Auf jeden Fall rechnen wir auch im nächsten Jahr mit dem Drachenbootrennen, dann am Babylon-See.“
Besuchen Sie und Vertreter von Waldmünchen oder anderen Gemeinden sich gegenseitig?
„Ja, schon. Es ist interessant, dass einige Gemeinden untereinander Partnerschaften haben. Waldmünchen ist zum Beispiel die Partnergemeinde von Klenčí, Babylon die von Treffelstein, Rötz die von Díly. Und all diese Mannschaften sind beim Drachenbootrennen dabei. Die Leute kennen sich. Sie laden sich auch während des Jahres gegenseitig zu verschiedenen Veranstaltungen in die Gemeinden ein. Also da gibt es schon einen Austausch.“
Das Drachenbootrennen findet am Samstag, 7. Juni, von 12 bis 18 Uhr am Perlsee bei Waldmünchen statt.







