Planungsarbeiten für Moldau-Philharmonie in Prag können bald beginnen

Visualisierung des Gebäudes der Moldau-Philharmonie

Das dänische Architekturstudio Bjarke Ingels Group (BIG) wird im Februar eine detaillierte Studie für die Moldau-Philharmonie in Prag vorlegen. BIG-Gründer und Kreativdirektor Bjarke Ingels teilte dies auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Prag mit. Auf Grundlage der Studie können dann die Planungsarbeiten für die Baugenehmigung aufgenommen werden.

Visualisierung des Gebäudes der Moldau-Philharmonie | Quelle: IPR Praha

Die Studie entwickelt jenen Entwurf weiter, mit dem Bjarke Ingels Group vor eineinhalb Jahren den internationalen Wettbewerb für den Bau des neuen Konzerthauses in Prag gewonnen hat. Am Wettbewerbsentwurf, an dem Hunderte von Experten aus der ganzen Welt mitgearbeitet hatten, wurden mehrere Änderungen vorgenommen. So wurde beispielsweise der Hauptsaal umkonzipiert, um eine bessere Sicht und Akustik zu ermöglichen. Zudem wurde der Orchesterprobensaal wurde verändert, um optimale akustische Bedingungen zu schaffen. Darüber hinaus sind jetzt Rolltreppen vorgesehen, um den Zugang zum Dach zu verbessern. Die Gestaltung des Gebäudes ermöglicht nun auch eine bessere Anbindung an den Moldau-Kai.

Visualisierung des Gebäudes der Moldau-Philharmonie | Quelle: IPR Praha

„Die detaillierte architektonische Studie ist ein wichtiger Meilenstein für uns. Auf ihrer Grundlage können die eigentlichen Planungsarbeiten und die Einholung aller erforderlichen Genehmigungen für den Baustart im Jahr 2027 beginnen“, sagte Martin Krupauer, Leiter des Projektteams der Moldauphilharmonie.

Der Bau des Konzertgebäudes soll bis 2032 abgeschlossen sein. Es wurde ursprünglich mit fünf Milliarden Kronen (202 Millionen Euro) gerechnet, den aktuellen Schätzungen zufolge werden sich die Kosten aber auf fast 9,4 Milliarden Kronen (380 Millionen Euro) belaufen.

Das Gebäude soll an der Metro-Station Vltavská im Prager Stadtteil Holešovice entstehen. Es wird Sitz von zwei Orchestern sein – der Tschechischen Philharmonie und dem Prager Symphonieorchester FOK. Die Besucher werden ein Café oder ein Dachrestaurant nutzen können. „Die Moldau-Philharmonie wird nicht nur ein neuer Konzertsaal sein, sondern auch ein offenes Kultur- und Bildungszentrum, das der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen wird“, sagt Prags stellvertretende Bürgermeister für Stadtentwicklung, Petr Hlaváček (Bürgermeisterpartei Stan).

Visualisierung des Gebäudes der Moldau-Philharmonie | Quelle: IPR Praha
Autor: Markéta Kachlíková | Quelle: ČTK
schlüsselwörter:
abspielen