Radio Prag via Satellit auf neuem Programmplatz

Foto: Florian Hurlbrink, Wikimedia CC BY-SA 3.0

Im Satellitenempfang unserer Sendungen ist es am 1. März zu einer Änderung gekommen. Wie man Radio Prag nun via Satellit hören kann, darüber erfahren Sie im folgenden Hörerforum mehr. Und wir beantworten auch weitere Fragen aus Ihren Briefen, zudem geben wir den Gewinner unseres Quiz´ für März bekannt.

Quelle: Jiří Vaňáček, Wikimedia CC BY-SA 3.0 (grau = Böhmen, grün = Mähren, gelb = Schlesien, rot = Mährische Enklaven in Schlesien)
Willkommen zum Hörerforum, liebe Hörerinnen und Hörer! Zunächst geht ein Dank an all jene, die uns Briefe, E-Mails, Empfangsberichte, aber auch Ostergrüße geschickt haben. Anfangen möchten wir mit unserem Monatsquiz und der Bekanntgabe des Siegers vom März. Ein Geschenk geht diesmal an Jürgen Schöne aus Pulsnitz. Die Frage war: Aus welchen drei historischen Ländern setzt sich die Tschechische Republik zusammen? Und die richtige Antwort lautet: Böhmen, Mähren und Schlesien. Herr Schöne hat sich mit seiner Antwort allerdings nicht so kurz gehalten. Er schrieb:

„Das diesmalige Rätsel wird wohl so manchen zum Grübeln verführt haben. Bekannt sind ja die zwei Landesteile Böhmen und Mähren. Weniger bekannt ist, dass zu Tschechien auch ein kleiner Teil von Schlesien gehört. Ich nehme an, dass das jenes dritte historische Land ist, das Sie meinen. Machen Sie weiter und bringen Sie noch mehr von solchen bei uns unbekannten Fakten!“

Foto: Tschechisches Fernsehen
Wir werden uns bemühen. Nun aber die Quiz-Frage für den April:

Welche tschechischen bzw. tschechoslowakischen Filme haben den Oscar bekommen?

Schicken Sie uns die richtige Antwort an die E-Mail-Adresse: cr@radio.cz.

Und zum Hörerquiz noch eine Zuschrift von Peter Möller aus Duisburg:

„Wie ja bekannt, besitze ich keinen privaten Internetanschluss. Ein Arbeitskollege überspielt mir die Sendungen auf einen USB-Stick. Dann höre ich mir die Sendungen zu Hause an. Kann ich auch mit der ‚ganz normalen Post’ an der Preisfrage des Monats teilnehmen, oder geht das nur über das Internet?“

Satelliten Astra (Foto: Florian Hurlbrink, Wikimedia CC BY-SA 3.0)
Selbstverständlich, Herr Möller. Auch eine Antwort, die in einem klassischen Umschlag in unserem Briefkasten landet, wird akzeptiert und begrüßt.

Ronny Stimmel aus Dresden weist auf eine Änderung beim Empfang von Radio Prag via Satellit hin:

„Bis zum 28. Februar 2013 hörte ich das deutsche Programm von Radio Prag oft über den Satellit Astra 3A, wo der Auslandsdienst des Tschechischen Rundfunks zusammen mit überregionalen Inlandsprogrammen ausgestrahlt wird; das Programm lief im rechten Audiokanal des Senders ‚CRo 6 + CRo 7’. Seit dem 28. Februar 2013 kann ich Radio Prag auf diese Weise nicht mehr empfangen. Stattdessen läuft auf dem oben genannten Programmplatz der neue Sender ‚CRo plus’. Kann man Radio Prag nach einem Sendersuchlauf weiterhin über Satellit hören, oder wird das Programm nur noch im Internet ausgestrahlt? Im Internet funktioniert der Empfang weiterhin ohne Probleme.“

Sendeschema
Eine gute Nachricht für Sie, Herr Stimmel: Radio Prag sendet weiterhin auch über Satellit. Der Tschechische Rundfunk hat zum 1. März die Sendungen von ‚CRo 6’ eingestellt. Stattdessen ist ein neuer Sender ‚CRo plus’ entstanden und hat den genannten gemeinsamen Programmplatz besetzt, an dem auch unser Programm zu hören war. Auch die Sendungen von Radio Prag können in Europa aber weiterhin über Satellit empfangen werden. Übertragen werden sie via Astra 3B, 23,5 Grad Ost, 12.525 GHz. Wählen Sie CRoRadioPraha. Das Sendeschema der Ausstrahlungen über Satellit finden Sie in der Tabelle Sendeschema auf unserer Webseite. Damit haben wir teilweise auch die Frage von Christian Neumann aus Trebur beantwortet. Er schrieb uns:

„Ich bitte Sie, mir die Empfangsdaten von Radio Prag mitzuteilen, vor allem wie und wann ich die deutschsprachigen Sendungen empfangen kann, aber auch die tschechischen. Ich habe Satellitenanschluss und ein Weltempfängerradio. Strahlt Radio Prag überhaupt noch über Kurzwelle aus? Ich habe früher in Regensburg gewohnt und dort konnte ich Radio Prag abends über Mittelwelle 631 hören. Leider geht das hier in Hessen viel schlechter. Gerne erinnere ich mich an die deutsche Sendung ‚Spaziergang durch Prag’, die ich oft angehört habe. Ich bin Sudetendeutscher.“

Foto: YouTube
Herr Neumann, über den Satellitenempfang haben wir gerade schon informiert. Die Sendungen von Radio Prag in deutscher Sprache können Sie in Europa auch über WRN German (Eutelsat Hotbird 6, 13 Grad Ost und Astra 1L, 19,2 Grad Ost) empfangen. Bezüglich der Kurzwelle müssen wir antworten, dass dies leider nicht mehr geht. Die Kurzwellensendungen wurden vor zwei Jahren eingestellt. Radio Prag stellt stattdessen sämtliche Beiträge als Textversion und zum Anhören im Internet zur Verfügung. Die Live-Sendungen von Radio Prag lassen sich auch über Mobiltelefone mit dem Betriebssystem iPhone OS oder Android empfangen. Genaue Informationen finden Sie auf unserer Webseite www.radio.cz/de. In der rechten Leiste des Startbilds klicken Sie auf „Wie höre ich Radio Prag?“ und finden dort dann alle wichtigen Empfangsdaten.

Foto: Filip Jandourek, Archiv des Tschechischen Rundfunks
Soweit zu den Empfangsmöglichkeiten - und nun zum Inhalt unserer Sendungen. Der Drogenkonsum und Drogenhandel gilt als eine Schattenseite der modernen Gesellschaft. Doch eine neue Sache ist dies nicht. Viele von Ihnen haben auf unseren Beitrag reagiert, den wir im Kapitel aus der tschechischen Geschichte gesendet haben. Heinz Günter Hessenbruch aus Remscheid schreibt:

„Heute berichteten Sie über den Drogenkonsum in den zwanziger Jahren. Es war mir nicht bewusst, dass es schon einen so regen Drogenkonsum gab - nach Ihrer Sendung habe ich dann im Internet gegoogelt und viele weitere Informationen gefunden. Auch, dass dieses Verhalten in Deutschland damals modern und alltäglich war!“

Zdeňka Hlávková
Auch Fritz Andorf aus Meckenheim fand das Programm interessant, er äußert sich zudem zu weiteren Beiträgen aus unserem Wochenendprogramm:

„Sehr interessant war das Geschichtskapitel, denn dabei hörte ich, dass offenbar schon in den 1920er Jahren Drogen - also Haschisch, Opium, Kokain und sogar Heroin - konsumiert wurden und dies anfänglich sogar ganz legal war oder zumindest stillschweigend geduldet wurde. Das war mir völlig neu. Leider wurden in dem Beitrag nicht die Folgen des Drogenkonsums erwähnt, also wie viele Abhängige es gab und wie man seinerzeit mit ihnen umging. Weniger interessant fand ich den Beitrag über die Ausstellung in Prestitz für Zdeňka Hlávková, die aber offenbar in ihrer Zeit eine bedeutende Persönlichkeit und sogar mit dem Komponisten Dvořák bekannt war. Gut gefallen haben mir die Reggae-Klänge der Yo-Yo Band im Musik Czech am Sonntag. Die Musik erinnerte mich sehr an meine Reise durch Kuba vor ein paar Jahren, während der wir auf Schritt und Tritt von diesen mitreißenden Rhythmen begleitet wurden. Die Musik der Tschechen wirkte insofern durchaus authentisch.“

Auch Barbara Hillebrand schreibt zum Kultursalon über Zdeňka Hlávková - und hat dabei aber eine andere Meinung als Fritz Andorf:

„Als Dvořák-Fan habe ich mit großem Interesse Ihren Beitrag über die Ausstellung in Přeštice gelesen. Sie schreiben unter anderem, dass David Beveridge ein Buch über die Eheleute Hlávka und Dvořák herausgeben will. Wissen Sie, in welcher Sprache das Buch erscheinen wird: englisch oder tschechisch? Mein Mann und ich werden Ende April nach Příbram fahren und dort Antonin III. besuchen. Von dort ist es ja gar nicht so weit nach Přeštice, so dass wir uns die Ausstellung dort ansehen könnten. Sie haben mich neugierig gemacht. Übrigens habe ich gerade vor einigen Tagen die Lužany-Messe in einer Klosterkirche in der Nähe von Bremen gehört. Wunderbar! … Für Ihre Beiträge bei ‚Tschechisch gesagt’ möchte ich Ihnen ein großes Lob aussprechen. Ich freue mich jede Woche darauf.“

Musikpreis ‚Engel’ (Foto: Tschechisches Fernsehen)
Das Buch von David Beveridge ist inzwischen bereits erschienen, und zwar auf Tschechisch. Nur einige Archivdokumente, wie Briefe und Zeitungsberichte, werden darin auf Englisch zitiert. Sonst vielen Dank, Frau Hillebrand, für Ihr Lob. Zum Schluss lassen wir Peter Vaegler aus Stralsund zu Wort kommen:

„Gefreut habe ich mich über den Beitrag von der Verleihung des Musikpreises ‚Engel’. Es tauchten natürlich viele Namen auf, die ich vorher noch nie gehört hatte, höre ich Ihre Sendungen doch schon seit 1968. Leider treten Künstler aus Ihrem Land kaum noch in TV-Sendungen bei uns auf. Dass wieder ein Militär bei Ihnen Verteidigungsminister wurde, ist, glaube ich, ein Novum in einem Nato-Mitgliedsstaat.“

Foto: Renjith Krishnan (Foto: FreeDigitalPhotos.net)
Das war’s für heute. Danke, liebe Hörerinnen und Hörer, für Ihre Briefe und E-Mails sowie für Ihre Aufmerksamkeit. Damit geht das Hörerforum zu Ende. Wir freuen uns auf ein Wiederhören in zwei Wochen. Bis dahin können Sie uns schreiben an: Radio Prag, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik. Oder elektronisch an: deutsch@radio.cz.