Radio360.eu-Nacht: deutsches Programm von Radio Prag zurück auf Kurzwelle

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Wieder einmal sind zwei Wochen rum, es ist also Zeit für eine neue Ausgabe Ihrer Rubrik. Für das Hörerforum haben wir in der Post geblättert. Sie erfahren aber auch über eine neue Möglichkeit, wie Radio Prag auf Kurzwelle zu empfangen.

Foto: Barbora Kmentová
Wie immer, zunächst vielen Dank für Ihre Briefe, Postkarten und Emails. Und natürlich auch ein Danke schön für Ihre zahlreichen Empfangsberichte. Ich hoffe, dass Sie das schöne Wetter der letzten Tage genossen haben: Egal, ob zu einer Wanderung, einem Spaziergag oder aber etwa zur Arbeit im Garten. Denn dafür war es ideal.

Vielleicht hat auch das schöne Wetter Hans Joachim Pellin aus Lübz veranlasst, uns die folgende E-Mail zu schicken:

„Die Sendung hat mir wieder gut gefallen. Ich habe eine Frage: Ich bin selbst Kleingärtner und im Vorstand einer Kleingartenanlage. Gibt es in Tschechien auch ein entwickeltes Kleingartenwesen, wie zum Beispiel bei uns in Deutschland oder beschränkt es sich doch mehr auf Erholungsgrundtücke? Bei uns unterscheiden sich Kleingärten grundsätzlich von Wochenendgrundstücken durch die kleingärtnerische Nutzung, z.B. durch den Anbau von Gemüse.“

Foto: Barbora Kmentová
Die Situation ist in Tschechien ähnlich. Einerseits haben viele Menschen hierzulande Wochenendhäuser mit Grundstücken. Dort kann man sich erholen, aber dort wird auch zum Beispiel Obst und Gemüse angebaut, je nach den individuellen Vorlieben der Besitzer. Außerdem gibt es aber Kleingärten, die vorrangig dem Anbau von Obst, Gemüse und Blumen dienen. Diese Kleingärten bilden meistens Kleingartenkolonien am Rand der Städte. Die Besitzer der Gärten vereinigen sich im Rahmen von Kleingärtnervereinen. Als eine Dachorganisation fungiert der Tschechische Verband der Kleingärtner. Der Verband ist 1957 aus der Union der Kleingärtner hervorgegangen. Heute verbindet er fast 170.000 Kleingärtner aus der ganzen Tschechischen Republik in 3000 Grundorganisationen und 16 spezialisierten Vereinen.

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Die Wetterlage der letzten Tage war aber nicht nur für Gartenarbeiten günstig, sondern auch für den Radioempfang. Das bestätigen die folgenden Zeilen von Erwin Barthel aus Hettstedt:

„Eine besondere Wetterlage hat mir den erstmaligen Empfang ihres UKW-Senders mit dem Kulturprogramm ermöglicht. Die Zeit des Empfangs war leider sehr kurz. Bei meinem Hobby, dem UKW-Fernempfang, ist das aber trotzdem ein schöner Erfolg.“

Erwin Barthel hat auf UKW aber den Inlandssender des Tschechischen Rundfunks gehört, leider nicht Radio Prag. Erich Kröpke aus Magdeburg hat dagegen einen anderen Weg gefunden, uns zu hören:

Radio 360
„Gestern Abend habe ich zufälligerweise in eine Testsendung von Radio 360 hineingehört und war überrascht, Radio Prag wieder auf Kurzwelle zu vernehmen! Das ist ja mal eine gute Nachricht, dass ab 1. November Radio Prag auf diesem Weg wieder zu hören sein wird. Behalten Sie diesen Verbreitungsweg bitte bei, mit mir haben Sie dann einen früheren Hörer zurück gewonnen und vielleicht werden es ja noch weitere.“

Das würde uns sehr freuen. Herr Kröpke hat Radio Prag über eine Testsendung auf der Kurzwelle gehört. Wie das möglich ist und was Radio 360 ist, sagt Ihnen nun unser Chefdramaturg, Gerald Schubert:

Gerald Schubert (Foto: Archiv Radio Prag)
„Manchen unserer Hörer ist das Podcast- und Onlineportal www.radio360.eu bekannt, wo das Programm mehrerer deutschsprachiger Sender gebündelt dargestellt wird. Die Macher dieses Portals haben gemeinsam mit dem Team des Kurzwellensenders Classic Broadcast Sendezenrum in Kall-Krekel und mehreren Auslandsdiensten, unter anderem auch Radio Prag, beschlossen, Inhalte deutscher Auslandssender auch wieder auf die Kurzwelle zurückzubringen. Der Programmleiter dieses Projekts, Christian Milling hat dazu gemeint, dass die Umstellung zum Internet und das Abschalten der Kurzwelle, das leider nicht nur bei Radio Prag, sondern auch bei vielen anderen stattgefunden hat, für viele Hörer nicht gerade eine willkommene Tendenz dargestellt hat. Dass viele Stammhörer von heute auf morgen vom Empfang ausgeschlossen wurde, an den sie bislang gewöhnt waren, dass in manchen Sendern die Präsentation im Internet nicht so vorangeht, wie sie vielleicht vorangehen sollte und dass es einfach gute Gründe gibt, wieder so etwas wie einen internationalen Äther aufzubauen. Das machen die jetzt. Ab dem 1. November wird es abends immer eine Strecke geben, auf der Kurzwellenfrequenz 3985 kHz. Das ganze beginnt um 20,30 Uhr mit Radio Slowakei International, um 21 Uhr kommt das halbstündige Programm der deutschen Redaktion von Radio Prag und um 21,30 noch der Auslandsdienst des Polnischen Rundfunks. Ich glaube das ist ein sehr interessantes Angebot. Man kann von 20,30 Uhr hintereinander slowakischen Rundfunk, tschechischen Rundfunk und polnischen Rundfunk auf Deutsch hören. Parallel dazu gibt es auch noch einen Internet-Livestream auf dem Onlineportal www.radio360.eu. Was die Kurzwellenausstrahlung betrifft, ist das Ganz zunächst eine Testausstrahlung. Die Macher des Portals und des Kurzwellensenders haben uns wissen lassen, dass das mal bis 31. Dezember, also bis zum Jahresende läuft. Wir hoffen, dass es sich bewährt und dass es nachher auch im nächsten Jahr weiter gehen kann.“

Foto: Stuart Miles, FreeDigitalPhotos.net
Soweit Gerald Schubert. Noch einmal die wichtigsten Angaben zum Kurzwellenempfang: Ab 1. November 2013 wird Radio Prag täglich um 21 Uhr der mitteleuropäischen Winterzeit auf der Kurzwellenfrequenz 3985 kHz mit ihren deutschsprachigen Programmen zu hören sein.

„Die Hörerinnen und Hörer sind herzlich eingeladen, Kommentare, Empfangsberichte und Anregungen zu diesem Projekt und zu den ausgestrahlten Beiträgen zu schicken. Das können sie so machen, wie sie gewöhnt sind, wenn sie an uns Empfangsberichte schicken, Details dazu findet man auf unserer Seite www.radio.cz. Aber man kann auch seine Erfahrungen mit der neuen Ausstrahlung auf Kurzwelle direkt an die Macher der neuen Radio360.eu-Nacht schicken, so heißt das, und dazu gibt es Details unter www.radio360.eu/nacht.“

Foto: Ilker, Stock.xchng
Und das war`s schon wieder für heute, liebe Hörerinnen und Hörer. Wir danken Ihnen für Ihre Briefe und E-Mails sowie für Ihre Aufmerksamkeit und freuen uns auf ein Wiederhören in zwei Wochen. Bis dahin können Sie uns schreiben an: Radio Prag, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik. Oder elektronisch an: deutsch@radio.cz.