Regisseur-Ehepaar Herrmann inszeniert „La finta giardiniera“ im Ständetheater
Zum ersten Mal in seiner Geschichte wird das Prager Ständetheater Mozarts Oper „La finta giardiniera“ aufführen. Die Oper, die oft unter dem Titel „Gärtnerin aus Liebe“ gespielt wird, schrieb Mozart mit 19 Jahren bereits für die Münchner Karnevalsaison.
Sie haben aber zuvor gesagt, dass sie diese Oper nicht mehr inszenieren wollen und haben sogar ein Angebot für diese Oper abgelehnt.
„Ja, genau. Wir haben gedacht, dass wir die Oper schon genug oft gespielt haben – innerhalb von zehn Jahren gab es 70 bis 80 Vorstellungen. Es war eine schöne Erfahrung. Wir sind viel herumgekommen, wir waren in New York, Amsterdam, Berlin und in anderen Städten. Da haben wir gedacht, dass wir die Inszenierung nicht noch mal machen werden. Aber wie gesagt, das Ständetheater ist zu verführend, weil es einfach die Dimensionen hat, die dieses Stück braucht. Und dann haben wir gemeint, dass es doch ganz spannend sein könnte, das Werk dem Publikum etwas näher zu bringen: sowohl in den Kostümen, als auch in der Art und Weise der Personenführung.“ Wie haben Sie die Besetzung ausgesucht? Es ist ja eine internationale Besetzung, einige Rollen singen bekannte tschechische Sängerinnen und Sänger.„Wir hatten ein Vorsingen – auch für die tschechischen Sänger. Denn außer Adam Plachetka, der in der La clemenza di Tito sang, kannten wir sie nicht. Die Darsteller haben wir dann gemeinsam mit dem Opernintendanten und mit Dirigent Tomáš Netopil ausgesucht.“
Die Premiere der Neuinszenierung von Mozart „La finta giardiniera“ findet am Samstag im Prager Ständetheater statt – mit Jeffrey Francis, Simona Houda-Šaturová und Andrew Staples in den Hauptrollen.







