Roma-Wanderausstellung in Brünn eröffnet

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"Roma in unserer Stadt", so der Titel einer sehr interessanten Ausstellung, die am Mittwochabend im Magistratsgebäude der mährischen Metropole Brünn eröffnet wird. Olaf Barth berichtet.

Gewidmet sei diese Ausstellung den Beispielen des funktionierenden Zusammenlebens der Roma-Minderheit mit der tschechischen Mehrheit in einigen Städten dieser Republik, verrät eine der Autorinnen, Irena Kasparova, und führt weiter aus:

"Sie dokumentiert z.B. die Aktivitäten der Gemeinden, aber auch der Non-Profit-Organisationen und sie informiert über gemeinsame Projekte - also von Roma und Nichtroma. Allerdings haben wir uns hauptsächlich auf die positiven Aspekte konzentriert, über die negativen wird in den Medien schon genug berichtet."

Die Exposition ist ein Bestandteil des Projektes "Integration der Minderheiten, Ausländer und Flüchtlinge". Dessen Schwerpunkt liegt nach Auskunft von Frau Kasparova auf der Lösung der Probleme mit den Gemeindeverwaltungen.

Der Organisator des Projektes, das "Ausbildungszentrum für die öffentliche Verwaltung der Tschechischen Republik", beabsichtigte die Infoveranstaltungen möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Deshalb entschlossen sie sich, mit den Magistraten verschiedener Städte zusammenzuarbeiten und eine Wanderausstellung in deren Räumlichkeiten zu zeigen. Dazu noch einmal Irena Kasparova:

"In Brünn findet die Vernissage am Mittwoch um 17:30 Uhr statt. Die Ausstellung verweilt dort bis zum 11. Februar. Danach wird sie auf Reise gehen, zuerst nach Olmütz, die nächsten Stationen sind Budweis, Prag, Pardubice, Ostrau, Aussig a.d. Elbe und schließlich Jirkov. Veranstaltungsort ist stets das jeweilige Rathaus, jede Ausstellung dauert rund einen Monat."

Neben den o.g. Städten haben schon weitere ihr Interesse an der Wanderexposition bekundet, so z.B. Liberec/Reichenberg. Und Irena Kasparova bestätigt, dass man nach wie vor in der Lage sei, den "Ausstellungsfahrplan" zu erweitern.

Autor: Olaf Barth
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