Schon wieder geht deutsches Verdienstkreuz an einen Tschechen

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Rot ist es und hängt an einem roten Band: Das große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Vor drei Wochen erst war Pavel Tigrid in die Botschaft eingeladen gewesen, um es in Empfang zu nehmen, jetzt war Jan Kren, der Vorsitzende der tschechisch-deutschen Historikerkommission an der Reihe. Mehr dazu von Bettina Schlener.

Der festliche Rahmen schien etwas zu fehlen, im Vergleich zur Auszeichnung Pavel Tigrids hatte die Zeremonie eher informellen Charakter. In seiner Laudatio stellte der deutsche Botschafter Hagen Graf Lambsdorff bewundernd fest, dass es schwer wäre, einen Schauplatz des deutsch-tschechischen Dialogs zu finden, auf dem Jan Kren nicht schon aktiv gewesen wäre. Er ging unter anderem auf sein Wirken am Institut für Internationale Beziehungen an der Karls-Universität ein und betonte außerdem sein Engagement im Verwaltungsrat des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. Den Grund, warum Kren für diese hohe Auszeichnung vorgeschlagen wurde, fasst der Botschafter wie folgt zusammen:

Über sein Engagement in der Tschechisch-Deutschen Historikerkommission berichtet Kren:

Doch mit seinen 70 Jahren, meint Kren, sei er fast schon zu alt für den Vorsitz der Kommission, als sein möglicher Nachfolger sei Jiri Pesek im Gespräch.

Mehr über Jan Kren und seine Arbeit können Sie am kommenden Sonntag in unserem Schauplatz erfahren.

Autor: Bettina Schlener
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