Škoda Transportation erhält Auftrag für slowakische Staatsbahn

Der Maschinenbauer Škoda Transportation wird zusammen mit dem Firmenkonsortium ŽOS Trnava die slowakische Staatsbahn ŽSSK mit neun Zugeinheiten beliefern. In der Ausschreibung konnte sich das tschechische Unternehmen gegen die Stadler Rail AG aus der Schweiz durchsetzen.

Der Auftrag belaufe sich auf 76 Millionen Euro, teilte der ŽSSK-Vorstandsvorsitzende Roman Koreň am Freitag gegenüber Journalisten mit. Ein entsprechender Vertrag werde spätestens Ende August, Anfang September unterzeichnet, hieß es. Zudem besteht eine Option auf die Lieferung weiterer elf Zugeinheiten.

„Der Wagenpark unserer Eisenbahngesellschaft wird um weitere elektrische Zugeinheiten ergänzt, die in diesem Fall eine sicherere und komfortablere Fahrt auf den Schienen in der Ostslowakei ermöglichen sollen. Mit diesem Projekt setzen wir unsere lange, erfolgreiche slowakisch-tschechische Kooperation fort“, sagte Koreň. Die Anschaffung der Zugeinheiten finanziert die ŽSSK fast vollständig mit Geldern aus EU-Fonds.

Bereits 2018 hatten Škoda Transportation und das Firmenkonsortium ŽOS Trnava einen Auftrag der slowakischen Staatsbahn im Wert von 160 Millionen Euro erhalten. Dieser sieht die Lieferung von 25 elektrischen Zugeinheiten vor, von ihnen sind bisher 18 bereitgestellt worden.

Der schweizerische Konkurrent Stadler soll laut slowakischen Medien wiederum in einer weiteren Ausschreibung der ŽSSK den Vorzug bekommen haben. Es handelt sich um die Lieferung von vier Doppelstockzügen im Wert 77 Millionen Euro.

Autor: Till Janzer
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