Trilaterale Verhandlungen über AKW Temelin fanden in Wien statt

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Von dem AKW Temelin war in der letzten Zeit im Zusammenhang mit den Problemen an einer 1000-Megawatt-Turbine die Rede. Das am 17. Januar abgeschaltete Atomkraftwerk soll am 20. Februar wieder den vollen Probebetrieb aufnehmen.

Das südböhmische Atomkraftwerk - vor allem die Fragen seines sicheren Betriebs - war Thema der trilateralen Verhandlungen, die am vergangenen Freitag in Wien stattfanden. Österreichische und tschechische Experten einigten sich unter Teilnahme von Vertretern der EU-Kommission auf Themenkreise, die sie während ihres nächsten Treffens in Prag und in Temelin behandeln wollen. Der Pressesprecher der tschechischen staatlichen Atomsicherheitsbehörde (SUJB), Pavel Pittermann, stellte fest, es werde sich um eine Ergänzung der Informationen handeln, die bereits früher der österreichischen Seite gewährt worden waren. Er erklärte: "Es handelt sich vor allem um die Widerstandsfähigkeit ausgewählter Anlagen des AKWs Temelin gegenüber äußeren Einflüssen. Weiter geht es um Methoden der Überprüfung und des Nachweises der Funktionstüchtigkeit bestimmter Komponenten und Systeme. Schließlich werden rein technologische Fragen diskutiert, wie z.B. die Tauglichkeit der Einrichtungen des AKWs im Falle einer Störung der wichtigen Komponenten. In diesem Zusammenhang sind der österreichischen Seite einige unsere Berechnungen und Schätzungen unklar. Dies sind ungefähr die grundlegenden Fragen, wir schließen jedoch nicht aus, dass wir uns auch mit weiteren Themen befassen werden. Wir warten jetzt darauf, ob die österreichische Seite unserer Einladung in das Institut für Nuklearforschung in Rez bei Prag folgen wird. Jedenfalls werden die Österreicher an Verhandlungen in Temelin teilnehmen."