Tschechien baut KI-Forschungszentrum der EU auf

Foto: Gerd Altmann, Pixabay / CC0

Einrichtungen in Prag und Brno / Brünn werden dabei mit Deutschland zusammenarbeiten.

Illustrationsfoto: Gerd Altmann,  Pixabay / CC0

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Konkret handelt es sich um das geplante Forschungszentrum zur Nutzung künstlicher Intelligenz in der modernen Industrie. Dieses soll vom Tschechischen Institut für Informatik, Robotik und Kybernetik (CIIRC) an der Technischen Hochschule in Prag geleitet werden und mit dem Mitteleuropäischen Technologischen Institut (CEITEC) an der Technischen Hochschule in Brünn kooperieren. Die Europäische Kommission hat nun beschlossen, den Aufbau des Forschungszentrums mit 50 Millionen Euro zu fördern.

„Das Zentrum selbst gründen wir schon recht bald, aber wir müssen es dann in ein europäisches Format bringen“, sagte CIIRC-Wissenschaftsdirektor Vladimír Mařík der Presseagentur ČTK. In den kommenden Jahren soll die Institution virtuell vernetzt werden mit unterschiedlichen Laboratorien für intelligente Fertigung innerhalb Europas. „Das Ziel ist, dass das Zentrum innerhalb von sechs Jahren für Interessenten nicht nur aus Europa, sondern aus der ganzen Welt experimentelle robotisierte Fertigungslinien entwickeln kann“, so Mařík weiter.

Vladimír Mařík  (Foto: Luboš Vedral,  Archiv des Tschechischen Rundfunks)
Insgesamt 45 Millionen Euro fließen direkt aus europäischen Quellen in das Projekt. Der Rest ist eine Eigenbeteiligung, die sich aber die tschechische und die deutsche Regierung teilen. Deswegen werden CIIRC und CEITEC mit dem Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik in Saarbrücken zusammenarbeiten. Laut Vladimír Mařík dürfte das Forschungszentrum zur Nutzung künstlicher Intelligenz in der modernen Industrie nach etwa vier Jahren in der Lage sein, seinen Betrieb selbst zu finanzieren.

Autor: Till Janzer
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