Tschechien erhält Zusatzzahlungen für Unterstützung der EU-Klimaziele

Foto: Eva Odstrčilová, Archiv des Tschechischen Rundfunks

Der EU-Gipfel hat sich in der Nacht auf Freitag auf ein Klimapaket geeinigt. Tschechien wird Zusatzzahlungen für seine Unterstützung der EU-Klimaziele erhalten. Dies beschlossen die Staats- und Regierungschefs der 28 europäischen Länder in Brüssel.

Foto: Eva Odstrčilová, Archiv des Tschechischen Rundfunks
Tschechien wird innerhalb von zehn Jahren (2021 bis 2030) insgesamt 1,8 bis 2,5 Milliarden Euro von der EU bekommen, um in eine modernere Energieinfrastruktur zu investieren. Der tschechische Premier Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) stimmte dafür dem Ziel zu, dass die EU bis 2030 ihre Kohlendioxidemissionen gegenüber 1990 um 40 Prozent senkt. Die EU-Länder einigten sich zudem darauf, dass sie den Anteil erneuerbarer Energien erhöhen.

„Es geht darum, dass die EU-Länder die Chancen auf ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit und eine nachhaltige Entwicklung der Energieproduktion bewahren“, sagte Premier Bohuslav Sobotka.

Bohuslav Sobotka (Foto: ČTK)
Für Tschechien werde kein fixer Wert definiert für den Anteil Erneuerbarer Energien, sagte Sobotka.

„Wir wollen unser eigenes Tempo bei der Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien beibehalten. Damit wollen wir deren negativen Einfluss auf die Energiepreise verhindern.“

Sobotka zufolge will Tschechien in einer Weise vorgehen, dass die Wettbewerbsfähigkeit tschechischer Firmen nicht durch höhere Energiepreise gefährdet wird. Das Land produziert immer noch einen großen Anteil des Stroms durch den Einsatz von Kohle.

Foto: Europäische Kommission
Dass Tschechien letztlich dem Klima-Paket der EU zugestimmt hat, geht auf einen Kompromiss zurück. So soll jeder EU-Staat selbst über seinen Energiemix entscheiden können. Deswegen wurde auch nur eine neue Richtmarke für den Anteil der erneuerbaren Energien in der gesamten Union definiert. Der Anteil soll bei 27 Prozent liegen.