Tschechien investiert eine Milliarde Euro in Maßnahmen gegen Dürre

Foto: Štěpánka Budková

Tschechien plant hohe Investitionen, um gegen Dürrephasen anzukämpfen. Unter anderem sollen neue Stauseen gebaut werden.

Foto: Štěpánka Budková
Bis 2022 will der tschechische Staat insgesamt 28 Milliarden Kronen (über eine Milliarde Euro) in Maßnahmen zum Schutz vor Dürre investieren. Dies teilte Landwirtschaftsminister Marian Jurečka (Christdemokraten) am Montag in Prag mit. Im kommenden Jahr sollen im Rahmen des Förderprogramms 1,6 Milliarden Kronen (59 Millionen Euro) in den Bau von Bewässerungssystemen fließen. Der Minister Jurečka plädierte auf einer Pressekonferenz am Montag dafür, Felder und Wälder in Zukunft so zu bewirtschaften, dass der Boden mehr Wasser speichern kann. Zudem solle größeres Augenmerk gelegt werden auf die Instandhaltung von Teichen und Stauseen, so der Christdemokrat.

Marian Jurečka rechnet weiterhin auch damit, dass neue Talsperren und Stauseen angelegt werden. Sechs Orte stünden bereits in engerer Auswahl. Laut dem Minister befinden sich die Planungen für den Stausee in Nové Heřmínovy bei Bruntál / Freundenthal im Mährisch-Schlesischen Kreis bereits in der abschließenden Phase.

Um Dürrephasen zu verhindern, wird bereits jetzt an der Bodenverbesserung gearbeitet. „Wir haben unter anderem auf einer Gesamtfläche von über 700 Hektar unterschiedliche Maßnahmen gegen Bodenerosion realisiert“, teilte Jurečka mit.

Bereits früher hatte der Landwirtschaftsminister kritisiert, dass in den zurückliegenden zwanzig Jahren hierzulande vor allem in den Hochwasserschutz investiert worden sei. Die Gefahr einer Dürre sei hingegen unterschätzt worden. Im Juli vergangenen Jahres hat die Regierung daher ein neues Wasserwirtschafts-Konzept gebilligt. Dies sieht eine bessere Bewässerung, die Nutzung von Regenwasser sowie das Wassersparen als Maßnahmen vor.