Tschechisch-deutsche Begegnungen im Wirtschaftsbereich

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Die sozialdemokratische Regierung Tschechiens hat schon vor etwa zwei eine ganze Menge von Anreizen geschaffen, um den Standort Tschechien für ausländische Investoren und Unternehmen attraktiv zu machen. Diese strömen nun schon eine Zeitlang zuhauf ins Land, das angekratzte Image der tschechischen Wirtschaft ist dadurch jedoch offensichtlich nicht aufpoliert worden. Dies ist zumindest einer Analyse zu entnehmen, die am Freitag vergangener Woche von der renommierten internationalen Consulting-Gesellschaft Pricewaterhouse Coopers veröffentlicht wurde. Beim Vergleich von 35 Ländern, die auf die Transparenz ihrer Ökonomie hin geprüft wurden, schneidet Tschechien nicht gerade am besten ab. Das ist aber ein Thema für eine Wirtschaftsrubrik, wir wollen hingegen über Begegnungen sprechen, die den Beteiligten einen positiven Effekt bringen. Damit willkommen zu unserer regelmäßigen Sendereihe "Begegnungen : Tschechen und Deutsche", diesmal also im Wirtschaftsbereich. Von Jitka Mladkova.

Eine der zahlreichen Firmen, die sich kürzlich entschlossen hat, hierzulande Wurzeln zu schlagen, ist die deutsche Heitec Industry mit Stamm- bzw. Hauptsitz in Erlangen. Als Standort für die tschechische Tochtergesellschaft - eine ihrer insgesamt 21 Niederlassungen im In- und Ausland - wählte sie das westböhmische Pilsen. Wie es dazu kam, erzählte Radio Prag der Vorstandsvorsitzende der Firma Heitec Industry. Richard Heindl : Also auf Umwegen in Pilsen gelandet! War es schwer sich durchzusetzen - zu einem Zeitpunkt, als sich auch andere, zum Teil Firmen mit Weltrenommee, um ihre Präsenz auf dem tschechischen Markt beworben haben? Haben tschechische Gesetze den Weg erleichtert oder diesen mit Stolpersteinen gepflastert? Auf diese Fragen antwortete Herr Richard Heindl wie folgt: Richard Heindl kann nicht klagen: die Firma Heitec Industry Plzen hat kürzlich neue Räume bezogen. Ist man auch mit den tschechischen Mitarbeitern zufrieden? Soweit Richard Heindl, Vorstandsvorsitzender der Firma Heitec Industry Erlangen. Abschließend noch eine Information. Wie in dieser Woche der tschechischen Wirtschaftszeitung Hospodarske noviny zu entnehmen war, steht in Tschechien eine weitere Auslandsinvestition - diesmal in Milliardenhöhe -ins Haus. Der deutsche Konzernriese Siemens, genauer gesagt seine Tochtergesellschaft Siemens Automobiltechnik Stribro (SAT) will in Westböhmen ein neues Unternehmen aufbauen, das 3000 Arbeitnehmer beschäftigen sollte. Eine gute Nachricht für Tschechien!