Tschechische Republik verbessert Visa-Bedingungen für ausländische Spitzenkräfte

Foto: Ambro, FreeDigitalPhotos.net

Tschechien gehört innerhalb der EU zu den attraktivsten Ländern für qualifizierte ausländische Arbeitskräfte. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte hervor, die untersucht hat, wie lange die Erlangung einer Arbeitsgenehmigung in den Ländern der Europäischen Union dauert.

Foto: Ambro, FreeDigitalPhotos.net
Bisher war es für Bewerber aus Nicht-EU-Staaten eine langwierige Prozedur, in Tschechien eine Arbeitserlaubnis zu erhalten. Dies galt nicht nur für einfache Tätigkeiten, sondern auch für hoch spezialisierte Aufgaben.

Nachdem immer mehr Berichte zu hören waren, dass einzelne Bewerber zwischen vier und sechs Monaten auf die Erteilung eines Arbeitsvisums warten mussten, beschwerten sich zahlreiche Großunternehmen. Daher hatten die tschechischen Behörden beschlossen, die Verfahren zur Erlangung einer Arbeitserlaubnis bei Firmen mit mehr als 250 Angestellten zu vereinfachen.

Durch das so genannte „Fast-track“-Verfahren können Bewerber bei solchen Firmen nun mit einer Ausstellung eines Arbeitsvisums innerhalb von durchschnittlich acht Wochen rechnen. Damit gehört Tschechien zu den schnellsten Ländern innerhalb der EU, neben Belgien, Deutschland und Finnland. Schneller geht es nur in Schweden und Portugal. Am längsten dagegen dauert der Vorgang hingegen in Italien, Spanien und Österreich, wo teilweise bis zu 24 Wochen bis zur Ausstellung einer Arbeitserlaubnis vergehen können.

Miroslav Mejtský (Foto: Archiv von Miroslav Mejtský)
Miroslav Mejtský hat an der Studie des Beratungsunternehmens Deloitte mitgearbeitet. Gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen sagte er, dass die Einführung des „Fast-track“-Verfahrens lange überfällig gewesen sei. Ausländische Spitzenkräfte würden nicht nur ihre Fähigkeiten mitbringen, sondern ihre Anwesenheit trage dazu bei, weitere Investitionen nach Tschechien zu locken, so Mejtský.