Tschechische Tage im Rheinland

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Konzerte, Lesungen, aber auch Debatten zu aktuellen Themen stehen auf dem Programm der Tage der Tschechischen Republik im Rheinland, die am Wochenende in Köln mit der Vernissage der Ausstellung "Wo ist mein Heim" eröffnet wurden. Mehr dazu Martina Schneibergova.

Hunderte von Besuchern verfolgten die gestrige Podiumsdiskussion zum Thema "Die Tschechische Republik auf dem Weg in die Europäische Union". Nach dem Verlauf der Diskussion fragte ich den stellvertretenden Leiter der Außenstelle der tschechischen Botschaft in Bonn, Dr. Jiri Tomes:

"Fragen aus dem Publikum beantworteten Edith Müller, Vizepräsidentin des Landtages Nordrhein-Westfalen, Josef Kreuter, Berater des stellvertretenden Außenministers und Mitglied der Verhandlungsgruppe der Tschechischen Republik über den Beitritt zur EU, weiter Michael Galer, Mitglied des Europaparlaments und Wolfgang Roth, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank und Vorsitzender der Deutsch-tschechischen und slowakischen Gesellschaft."

Wofür interessierten sich die Teilnehmer der Diskussion am meisten?

"Das Publikum interessierte sich vor allem für den gegenwärtigen Stand der EU-Beitrittsverhandlungen, für die ökonomische und juristische Vorbereitung der Tschechischen Republik auf den EU-Beitritt und für die Meinung der tschechischen Bevölkerung über die EU-Erweiterung. Die Diskussion zeugte von einer breiten Unterstützung für den Beitritt Tschechiens zur EU und für die Erweiterung der EU. Ebenso wie die Podiumsdiskussion über die deutsch-tschechischen Beziehungen am Montag ließ die Diskussion zum Thema "Die Tschechische Republik auf dem Weg zur EU" die Vergangenheit ruhen und konzentrierte sich mehr auf die Fragen der zukünftigen Zusammenarbeit. Diese positive Stimmung und die große Teilnehmerzahl freuen uns sehr."

Die Tschechischen Tage in Köln dauern bis zum 27. September, was steht in den nächsten Tagen auf dem Programm, haben Sie einen Tipp für unsere Hörer aus dieser Region?

"In den folgenden Tagen werden Kinofreunde mehr als 20 tschechische und tschechoslowakische Spiel- und Dokumentarfilme aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehen können. Gezeigt werden u. a, Werke wie "Ein launiger Sommer", "Laden auf der Hauptstrasse", "Kolja" oder "Musime si pomahat", dessen Regisseur Jan Hrebejk während der Vorführung anwesend sein wird. Literarisch Interessierten möchten wir Autorenlesungen von Michael Viewegh, iva Pekarkova und vor allem Pavel Kohout empfehlen. Eine multimediale Veranstaltung wird am 100. Geburtstag von Jaroslav Seifert an diesen tschechischen Literaturnobelpreisträger erinnern."

Über die Tage der Tschechischen Republik im Rheinland informierte Sie Jiri Tomes, der stellvertretende Leiter der Außenstelle der tschechischen Botschaft in Bonn.