Tschechische Waggons für Metro in Warschau

Foto: Archiv Škoda Transportation

Škoda Transportation wird 45 U-Bahn-Züge für Warschau fertigen. Der entsprechende Kaufvertrag wurde am Donnerstag in der polnischen Hauptstadt unterzeichnet. Der Gesamtwert des Auftrags liegt bei knapp acht Milliarden Kronen (317 Millionen Euro).

Foto: Archiv Škoda Transportation
Die Lieferung umfasst 37 Züge mit je sechs Wagen sowie eine Option auf weitere acht Züge. Der Maschinenbauer aus Plzeň / Pilsen soll zudem Ersatzteile und einen Fahrsimulator liefern. Dazu kommen Garantieleistungen und eine Schulung, wie die Firma in einer Pressemitteilung bekanntgab.

„Wir haben mehr als zwei Jahre auf das Ergebnis gewartet. Damit ist uns gelungen, unsere Position auf dem wichtigen polnischen Markt zu festigen. Wir haben bisher schon Straßenbahnen für Wrocław (Breslau, Anm. d. Red.) und Oberleitungen für O-Busse und Straßenbahnen in Lublin und Krakau geliefert“, erläuterte der Škoda-Transportation-Vorstandsvorsitzende Petr Brzezina.

Zdeněk Majer (Foto: Archiv Škoda Transportation)
Škoda Transportation hat in einem Auswahlverfahren sowohl den bisherigen Lieferer, das Konsortium Siemens-NEWAG, als auch die Firmen Stadler, Alstom und CAF besiegt. Der Preis sei nur zur Hälfte von Bedeutung gewesen, hieß es. Des Weiteren hätten der Energieverbrauch, das Instandhaltungssystem und Umweltkriterien eine Rolle gespielt.

Der Konzern aus Westböhmen hat an der Entwicklung mit polnischen Universitäten und Konstruktionsbüros zusammengearbeitet. „Die neuen Sechs-Wagen-Züge für Warschau können jeweils bis zu 1500 Menschen befördern. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 90 Stundenkilometern“, informierte Škoda-Transportation-Vizepräsident Zdeněk Majer.

Škoda Transportation ist einer der größten Hersteller von Schienenfahrzeugen und O-Bussen in Europa. Seit April 2018 gehört das Unternehmen zur Investmentgruppe PPF von Petr Kellner, dem reichsten Tschechen.