Umfang staatlicher Bauaufträge steigt deutlich an

Foto: Kristýna Maková

Der tschechische Staat hat in den ersten sieben Monaten dieses Jahres fast 39 Prozent mehr öffentliche Bauaufträge erteilt. Die Gesamtsumme diese Aufträge von Anfang Januar bis Ende Juli lag bei gut 80 Milliarden Kronen (2,88 Millionen Euro). Dies geht aus einer Studie der Ingenieurs- und Beratungsfirma ÚRS Praha hervor.

Foto: Kristýna Maková
Der Umfang der Aufträge für die Errichtung von Gebäuden stieg um 12,9 Prozent auf gut 20 Milliarden Kronen (720 Millionen Euro). Bedeutend höher lag der Zuwachs bei infrastrukturellen Aufträgen, deren Gesamtwert nahm um 50 Prozent auf insgesamt 60 Milliarden Kronen (1,8 Millionen Euro) zu. Der tatsächliche Anstieg dürfte allerdings noch höher liegen, denn seit Anfang des Jahres müssen nur noch Aufträge ab einem Wert von 6 Millionen Kronen (215.000 Euro) öffentlich gemacht werden. Zuvor lag die Grenze bei der Hälfte des Wertes.

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres kamen insgesamt 979 Unternehmen in den Genuss öffentlicher Auftragsarbeiten. Dabei war die Baufirma Skanska am erfolgreichsten: Sie setzte sich in 49 Fällen gegen die Konkurrenz durch und übernahm Aufträge im Gesamtwert von 4,32 Milliarden Kronen (155 Millionen Euro).

Größter staatlicher Auftraggeber war die Schienenwegverwaltung mit 75 Projekten im Gesamtvolumen von 16,4 Milliarden Kronen (590 Millionen Euro), unter den Gemeinden war es mit Prag die größte Stadt des Landes; sie gab 18 Vorhaben im Umfang von 1,46 Milliarden Kronen (53 Millionen Euro) in Auftrag. Die insgesamt größte Ausschreibung betraf den Ausbau von Stromtrassen.

Autor: Till Janzer
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