Valentinstag

Süße Herzen als Geschenk für den Valentinstag (Foto: CTK)

Von Marion Riese.

Süße Herzen als Geschenk für den Valentinstag (Foto: CTK)
Ein ungewöhnliches Geschenk für den Valentinstag kann derzeit in Tschechien erworben werden. Der 14. Februar, wer wüsste es nicht, ist inoffizieller Feiertag der Verliebten. Der Brauch, am Valentinstag Blumen zu schenken, geht zurück bis in die Antike, auf einen Gedenktag der römischen Göttin Juno, der Schutzherrin von Ehe und Familie, welcher an diesem Tag Blumen geopfert und bei dem Paare als Verlobte einander zugelost wurden, dem Lupercaliafest. Im Mittelalter "passte" der Klerus die bereits bestehenden heidnischen Feiertage und Bräuche vereinzelt dem christlichen Glauben an. Da das Datum der Enthauptung des heiligen Valentins am 14. Februar identisch mit dem des Lupercaliafestes war, nannte man nun diesen Tag, den Tag der Verliebten, den "Valentinstag". Denn der italienische Bischof soll verbotenerweise Paare christlich getraut und ihnen bunte Blumensträuße überreicht haben. Bereits vor 600 Jahren war es deshalb in England Brauch, sich an diesem Tag "Valentinkarten" mit Liebesgedichten zu schenken.

In der Tschechischen Republik existiert der Brauch, wie es auch die Prager Blumenhändlerin Zdenka Neumannová bestätigt, erst seit Anfang der 90er Jahre. Nach Ihren Erfahrungen befragt, welche Blumen hauptsächlich am 14. Februar vor Ort gekauft werden, antwortete uns Frau Neumannová:

"In der Tschechischen Republik werden vor allem Rosen gekauft."

Vor allem in den ehemaligen Ostblockstaaten, wo der Valentinstag erst seit einigen Jahren gefeiert wird, gab es davor jedoch andere Feiertage, vor allem den Internationalen Frauentag, welcher am 8. März jeden Jahres gefeiert wurde. Doch, wie gesagt, hält jetzt zur Abwechslung der Valentinstag zunehmend Einzug. Zumindest die Blumenhändlerinnen können sich freuen. Aber es gibt auch Originelles als die Blumen. So stellte z.B. Marie Hrudkova kürzlich in Prag ein ganz besonderes Valentinsgeschenk vor: eine Pille, welche den Männern mit Errektionsstörungen helfen soll. Diese Konkurrenz für Viagra sei für die über 50 Prozent der 40 bis 70jährigen, welche laut Frau Hrudkova Probleme mit ihrer verlorengegangenen männlichen Fähigkeit hätten.

Autor: Marion Riese
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