Was bedeutet die Wahl von G. W. Bush für die tschechisch-amerikanischen Beziehungen?

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Von Marketa Maurova.

Vaclav Havel
Unter den vielen Glückwunschtelegrammen findet der 43. Präsident der Vereinigten Staaten, George Walker Bush, auch die von tschechischen Spitzenpolitikern - von Präsident Vaclav Havel, Premier Milos Zeman und Außenminister Jan Kavan. Das tschechische Staatsoberhaupt schätzte in seinem Kommentar zu der Präsidentenwahl in den USA, dass sich die Vereinigten Staaten mit der schwierigen Lage auf einem demokratischen Weg und im Rahmen der Verfassungstraditionen auseinandergesetzt hätten. Das tschechische Außenministerium äußerte die Hoffnung, dass die neue amerikanische Administration an die guten bilateralen Beziehungen anknüpfen werde, die während der Amtszeit Bill Clintons herrschten. Unter tschechischen Parlamentariern überwiegt die Meinung, dass der Wechsel im Präsidentenamt keine wesentlichen Änderungen in den tschechisch-amerikanischen Beziehungen bringt. Präsident Bush werde amerikanische Interessen stärker betonten und in Bezug auf die Teilnahme der USA an internationalen Friedensoperationen zurückhaltender sein, meint u.a. der Vorsitzende des auswärtigen Senatsausschusses und ehemalige Botschafter in den USA, Michael Zantovský.

Über die eventuellen Folgen des Präsidentenwechsels in den USA auf die tschechisch-amerikanischen Beziehungen sprach Markéta Maurová mit Doz. Milos Calda, dem Leiter des Lehrstuhls für amerikanische Studien der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Karlsuniversität in Prag.

Soweit Doz. Milos Calda, Leiter des Lehrstuhls für amerikanische Studien an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät in Prag.