Weltpremiere der norwegischen Oper "Circus terra" in der Staatsoper Prag

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"Circus terra" heißt die Oper des zeitgenössischen norwegischen Komponisten Trygve Madsen, deren Weltpremiere am Donnerstag, dem 16. Mai, in der Staatsoper Prag stattfindet. Zum letzten Mal hat man in diesem Opernhaus die Premiere einer norwegischen Oper vor 102 Jahren erlebt - als im damaligen Deutschen Theater Harald Schjelderups Oper "Die norwegische Hochzeit" uraufgeführt wurde.

Die Weltpremiere von Circus terra geht aus einem gemeinsamen Projekt der Staatsoper Prag mit der Norwegischen Oper in Oslo hervor. Ein tschechisches Schöpferteam hat zusammen mit norwegischen Solisten daran gearbeitet. Der Autor des Librettos, Jon Bing, schrieb den Text, in dem ein Astronaut auf einem fremden Planeten landet, als ein Gleichnis.

Der Generalintendant der Norwegischen Oper in Oslo, Bjorn Simensen, bemerkte zur Arbeit an der Opernaufführung in Prag: "Ich meine, dass das Team das Werk sehr gut begriffen hat. Es ist eine Theatervorstellung über das Theater, die Vorstellung hat viele Ebenen. Es ist eine fantastische Geschichte sowohl für die Mitwirkenden als auch für die Zuschauer. Es ist ein hervorragendes Gemeinschaftsprojekt - in erster Linie aus künstlerischer Sicht. Wir waren vom ersten Augenblick an zufrieden. In Oslo wird die Oper im Oktober dieses Jahres zum ersten Mal aufgeführt. Nach der letzten Vorstellung in Prag werden die Kulissen nach Oslo transportiert. Hier werden wir die Oper mit dem dortigen Chor und dem dortigen Orchester sowie mit denselben Solisten wie in Prag aufführen. Es ist ein einzigartiges Projekt der Zusammenarbeit an einer zeitgenössischen europäischen Oper. Es ist durchaus möglich, dass in Zukunft auch eine tschechische Oper in Norwegen uraufgeführt wird."

Lobend über ihre Zusammenarbeit mit den tschechischen Künstlern in Prag sprach sich auch die norwegische Sopranistin Ingebjorg Kosmo aus, die eine der Hauptrollen in "Circus terra" interpretiert: "Es war eine hervorragende Zusammenarbeit in dem einen Monat, den wir hier sind. Wir verstehen uns mit dem Regisseur, dem Choreographen, dem Dirigenten sowie den Chor- und Orchestermitgliedern sehr gut," sagte Ingebjorg Kosmo.

Hören Sie jetzt eine Kostprobe aus Trygve Madsens Sonate für Trompete und Klavier: