Wettbewerbsfähigkeit: Tschechien rutscht im WEF-Ranking ab

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Die Wettbewerbsfähigkeit der Tschechischen Republik hat sich verschlechtert. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht für die Europäische Union für das Jahr 2013, den das Weltwirtschaftsforum (WEF) veröffentlicht hat.

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Die tschechische Wirtschaft ist auf der Liste der Wettbewerbsfähigkeit unter den Ländern der EU um zwei Positionen gefallen und belegt zurzeit Rang 18. Finnland, Schweden und die Niederlande führen die Rangliste der an. Die Rangliste entsteht aus „Europe 2020 Competitiveness Report“, ein Bericht, der vom Weltwirtschaftsforum (WEF) in dieser Woche veröffentlicht wurde. Er wird alle zwei Jahre herausgegeben. Beurteilt wird die Erfüllung der Ziele, die in der Strategie „Europa 2020“ festgelegt wurden. Der aktuelle Bericht bestätigt Europas mangelnde Fortschritte bei der Überwindung der Wettbewerbskluft zwischen Europa und den USA sowie anderen Industrieländern. Große Unterschiede gebe es auch im Rahmen der Europäischen Union selbst, heißt es in dem Report.

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Die Wirtschaft in der Tschechischen Republik wird als eine offene Ökonomie charakterisiert, mit einem effektiven Arbeitsmarkt und einem gesunden Verhältnis zwischen Lohn und Arbeitsproduktivität. Die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft seien mit dem EU-Durschnitt vergleichbar. Dennoch sei die Belastung durch staatliche Regulierung ziemlich hoch und die nötigen Schritte zu einer Unternehmensgründung langwierig. Eine der größten Schwächen der Tschechischen Republik ist die mangelnde Innovationsfähigkeit der Unternehmen. In diesem Bereich bleibt Tschechien weit hinter dem Durschnitt zurück. In den letzten vier Jahren hat sich auch die Bewertung des Bildungswesens verschlechtert. Großen Nachholbedarf habe Tschechien auch im Bereich der Nachhaltigkeit, vor allem in Folge einer hohen Abhängigkeit von fossilen Energiequellen, einem hohen Grad von CO2-Emissionen bei der Energieherstellung und nur relativ lockeren Verpflichtungen in internationalen Umwelt-Verträgen.

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„Europa 2020“ ist ein auf zehn Jahre angelegtes Wirtschaftsprogramm der Europäischen Union, das 2010 vom Europäischen Rat verabschiedet wurde. Ziel ist ein „intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“ mit einer besseren Koordinierung der nationalen und europäischen Wirtschaft. „Europa 2020“ ist das Nachfolgeprogramm der Lissabon-Strategie, die von 2000 bis 2010 verfolgt wurde.